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Hösel
Munterer Budenzauber vor dem Höselcenter

Hösel. Adventsmärkte gibt es viele, aber nur wenige, die den Faktor "klein, aber oho!" haben. Gleich beim ersten Versuch hat sich dieses Label der Budenzauber vor dem Höselcenter erworben. Organisiert von einem Dutzend Geschäftsleute, beglückte der sogenannte Nikolausmarkt seine Besucher.

"Sonst komme ich her, um rasch in den Supermarkt zu gehen", bekannte Hans Ulrich Müller. Jetzt stand er mit Freundin Petra bei einer deftigen Grillgutstulle. "Eine hübsche Ansammlung", lobten beide die aus Holz gezimmerten Minihütten. "Vor allem abends ist es ganz romantisch", sagte Manuela Mees mit schwärmerischem Blick. Im Dunkel der Nacht nämlich wurde das urbane Drumherum unsichtbar und nur die feinen Weihnachtslämpchen beleuchteten diese temporäre Wunderwelt.

Zwischen Wurst und Waffeln, Gulaschsuppe und Probierhappen gab es die typischen Kleinigkeiten zu kaufen. Kleinigkeiten, die wahlweise als Mitbringsel den Nikolausschuh füllten, als Beigabe ein Weihnachtsgeschenk komplettieren oder aber als dekoratives Stehrümchen gleichzeitig Blick- und Staubfänger sind. Überwiegend Frauen waren es, die bei Kunsthandwerklichem und Dekorativem verweilten und kauften.

Magnetischer Anziehungspunkt und abwechslungsreicher Unterhaltungsfaktor war die zur Straße platzierte Bühne. Riesenapplaus allein für ihren Niedlichkeitsfaktor bekamen die jüngsten Musikanten der Musikschule Urban. Mit Haarreifen, auf denen sich wippende Tannenbäume und wackelnde Weihnachtsleute befanden geschmückt, piepsten die Kleinen fröhliche Adventslieder - was allen mitgebrachten Omis und Muttis feuchte Augen bescherte und stolze Väter zu den Kameras greifen ließ. Außerdem bespaßte die Märchenerzählerin mit Geschichten über unglaubliche Ereignisse, verwandelten die Schminkprofis unschuldige Kindergesichter in angsteinflößende Fratzen und wurde ein Luftballonwettbewerb veranstaltet. Wie akkurat sich Noten und Rhythmen anhören können, präsentierten ein paar Herrschaften des berühmten Höseler Knabenchors und dass die Gesangstruppe der Roten Funken Stimmungskanonen sind, bewies deren Jugendgarde.

Als besonderes Schmankerl erfreute der Nikolausmarkt mit geschenkeverteilendem Mann in Rot dann auch Sonntag. Kombiniert war die Aktion mit einem verkaufsoffenen Sonntag, an dem von 12 bis 17 Uhr eine Art Entschleunigungseinkauf in den Fachgeschäften und Boutiquen zum gemütlichen Gucken ohne Zeitdruck einlud. Darüber hinaus gab es Modenschauen und verlockende Rabatte. Und alles in allem waren die Besucher "rundherum zufrieden" mit der Premiere des Nikolausmarktes, wie Hans Ulrich Müller wohl stellvertretend für viele bemerkte.

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