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Ratingen
Museum

Ratingen. So zwischen den Karnevalstagen gibt es ein kleines Zeitfenster, während dessen Besucher ins Industriemuseum Cromford schlüpfen können. Denn nur am Samstag öffnet das Museum, das die Verarbeitung von Baumwolle zum Garn an originalgetreu nachgebauten Maschinen aus dem 18. Jahrhundert zeigt. 1783/84 wurde die erste Baumwollspinnerei auf dem europäischen Kontinent von dem Wuppertaler Kaufmann und Unternehmer Johann Gottfried Brügelmann gegründet. Die frühindustrielle Anlage aus dem späten 18.

Jahrhundert ist fast vollständig erhalten. Wo noch bis vor fast 30 Jahren im großen Stil gesponnen und gewebt wurde, wird heute am Beispiel der Geschichte Cromfords die Einführung des Fabriksystems in Deutschland thematisiert. Anhand von originalgetreu nachgebauten Spinnmaschinen lässt sich im Schaubetrieb die Herstellung von Baumwollgarn wie vor 200 Jahren vom Rohstoff bis zum fertigen Garn nachvollziehen. Das mächtige, hölzerne Wasserrad, das im 18. Jahrhundert über eine Transmission sämtliche Spinnmaschinen der Fabrik antrieb, liefert der "Water Frame", der ersten vollmechanischen Spinnmaschine, heute wieder die Energie.

Historische Kleider und luxuriöse Accessoires zeigen die prachtvolle und farbige Seite der Baumwolle. Zu sehen ist all das wieder am Samstag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr an der Cromforder Allee. Wer noch ein wenig Zeit mitbringt, kann sich zudem im umliegenden englischen Landschaftsgarten umschauen oder einen Blick in den angrenzenden Shop werfen. Im Museumsshop des LVR-Industriemuseums Ratingen gibt es ein ausgewähltes und immer wieder variierendes Sortiment: Bücher und Reiseführer aus der Umgebung, hochwertige Geschenke und kleine Mitbringsel, witzige Spiele für die Kleinen und ausgefallene Accessoires für die Großen, Textil-, Papier- und Schreibwaren sowie der Jahreszeit entsprechende Dekorationen für Tisch und Haus und vieles mehr.

Karnevalssonntag bleibt das Museum geschlossen.

(jün)
 
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