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Ratingen
Museum der Stadt öffnet früher

Ratingen: Museum der Stadt öffnet früher
Museumsdirektorin Alexandra König reagiert mit den geänderten Öffnungszeiten auf die Wünsche der Besucher. Ab dem 6. Dezember kann man das Museum Ratingen bereits morgens ab 11 Uhr aufsuchen - außer montags. FOTO: RP-AF
Ratingen. Die Besucher können die Morgenstunden für einen Besuch nutzen - die Zeiten sind nun einheitlich. Von Norbert Kleeberg

Endlich gibt es einen einheitlichen Auftritt, der vor allem kundenfreundlicher sein soll: Das Museum Ratingen ändert ab Mittwoch, 6. Dezember, seine Öffnungszeiten und passt sie den Bedürfnissen der Besucher an. Es ist dann einheitlich auch an den Wochentagen ab 11 Uhr geöffnet und schließt um 17 Uhr. Montags bleibt das Museum geschlossen.

Zur Einführung der neuen Öffnungszeiten erhalten alle Museumsbesucher vom 6. bis 8. Dezember von 11 bis 13 Uhr eine kleine Überraschung vom Nikolaus. Außerdem ist der Eintritt in dieser Zeit frei.

Das Museum Ratingen ist demnach werktags - außer montags - und am Wochenende einheitlich von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Bisher galten diese Zeiten: Dienstag bis Freitag 13 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr. Die neuen Öffnungszeiten werden zunächst probeweise eingeführt. Das Museum reagiert damit auf den Wunsch vieler Besucher, die sich auch am Vormittag gerne die wechselnden Ausstellungen aktueller Kunst ansehen, einen Ausflug in die Stadtgeschichte unternehmen oder die Dauerausstellung zum Leben und Werk des Porzellankünstlers Johann Peter Melchior anschauen möchten. Einen besonderen Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit bietet die aktuelle Sonderausstellung "Kirchenschätze - Lutherisch. Reformiert. Evangelisch": Beinahe 500 Jahre evangelisches Leben in Ratingen werden am Beispiel prägender Kirchenbauten der Stadt erzählt, und es gibt viel Wissenswertes über Ratingen und seine Entwicklung in diesem Zeitraum zu erfahren.

Baupläne geben beispielsweise Kunde vom früheren Wirken und Gestalten. So stand die Stadtkirche, am Rand der damaligen Stadt erbaut und damit nahe dem Lintorfer Tor, nicht etwa nah an der Straße, sondern zurück gesprungen hinter einer Mauer und lud ohne Turm zu Predigt und Gebet. Die Waldkirche in Linnep zum Beispiel durfte sehr wohl vorgerückt errichtet werden. Da war ein weltlicher Herrscher zugänglicher.

Es gab eine lutherische Gemeinde mit einem Gotteshaus, nicht weit von Markt und heutiger Düsseldorfer Straße. Im Jahr 1584 wird erstmals eine reformierte Gemeinde erwähnt, 100 Jahre später wird die Kirche eingeweiht. Einen Turm, der im Aussehen wie viele andere sozusagen von der Stange kam, gab es erst später. Um dieselbe Zeit siedelte sich die Orgelbauer-Familie Weidtmann gegenüber der Kirche an. Peter Weidtmann heiratete ein Ratinger Mädchen und legte auch den nötigen Bürgereid ab. Auch darüber gibt es ein Dokument.

Zu den Ausstellungsstücken gehört unter anderem eine goldene Unionsmedaille des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. aus dem Jahr 1820. Er hatte 1817 die reformierten und lutherischen Gemeinden im Rheinland zum Zusammenschluss, zur sogenannten Union, aufgefordert. In Ratingen wurde dieser Zusammenschluss freiwillig, ziemlich reibungslos und vollständig vollzogen. Was der König honorierte.

Zwischen dem Besuch der verschiedenen Ausstellungsbereiche des Museums lädt das Foyer zu einem Zwischenstopp ein. Hier kann man sich bei einem Cappuccino, heißen Tee oder einem kühlen Getränk erfrischen oder im Angebot des Museumsshops stöbern. Neben reich bebilderten Katalogen und Kunstpostkarten finden sich dort auch originelle Geschenkideen. Ausgefallene, witzige, nützliche oder einfach nur schöne Dinge sind schon ab 1,50 Euro zu entdecken. Aktuell werden auch Kunst-Objekte von Ottmar Hörl angeboten, darunter die beliebten "Erdmännchen" zum Preis von 60 Euro und der berühmte "Dürer-Hase" für 50 Euro.

Quelle: RP
 
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