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Ratingen
Musik überwindet Sprachbarrieren

Ratingen. Die Kulturstiftung hatte wieder junge Talente ins Konzerthaus eingeladen.

Ein großes Aufgebot junger Talente bot im Konzertsaal der Wasserburg ein anspruchsvolles Programm dar. Der Bogen spannte sich von Bekanntem wie der 1. Satz aus Mozarts Klaviertrio in G-Dur, Ungarischen Tänzen für vier Hände am Klavier von Brahms und Sicilienne von Fauré für Harfe und Flöte, zu weniger bekannten Perlen der Kammermusik, das virtuose Prélude aus der Sonate für vier Hände von Poulenc, Romance und Gavotte von Grandval für Klavier, Oboe und Violoncello und das melodiöse Allegro moderato aus dem Klaviertrio von Arensky. Einen fulminanten Schlusspunkt setzte das Allegro aus dem Nonett in F-Dur von Louis Spohr. Die Musiker mit Violine, Viola, Cello, Kontrabass, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott fanden kaum Platz auf dem Podium des Konzerthauses. Zu verdanken hatte die Kulturstiftung diesen großartigen Abend den guten Kontakten zur Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Dort fand unter der Leitung von Prof. Barbara Szczepanska ein Austauschprojekt zwischen dem Ausbildungszentrum Schumann Junior und der Dvarionas Musikschule aus Vilnius statt, bei dem Jugendliche aus Litauen und Deutschland zum gemeinsamen Musizieren zusammengeführt werden. Die Hochbegabten studierten mit ihren Lehrern ihre Partien ein und trafen zwei Tage vor dem Konzert erstmals zusammen und übten in intensiven Proben die Stücke gemeinsam ein.

Das Ergebnis war beeindruckend. Kaum zu glauben wie das Zusammenspiel der jungen Talente alle Sprachbarrieren überwindend gelang. Die litauischen Gäste hatten zudem zwei Kompositionen aus ihrem Heimatland mitgebracht, Andante e ritorno für Violine und Violoncello von Katavicius und Pezzo elegiaco für Oboe und Klavier von Dvarionas, dem Namensgeber der Musikschule von Vilnius. Dessen Enkel, der Pianist Justas Dvarionas, leitet die Schule. Er begleitete die kleine Schar. "17 Mitwirkende an einem Kammermusikabend hatten wir hier noch nie," konstatierte Christa Lambart bei ihrer Begrüßung. Und: "Das war 17 Mal großes Können und 17 Mal Freude und Begeisterung."

Quelle: RP
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