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Ratingen
Musiker spielen zum Film

Ratingen: Musiker spielen zum Film
Die Neue Philharmonie Westfalen hat bereits den Film "Metropolis" musikalisch begleitet. FOTO: Busch
Ratingen. Im Theaterring II gibt es eine Premiere. Die Neue Philharmonie Westfalen bittet nämlich zum Filmkonzert. Der Titel: "Miss Marple meets Rocky". Von Wolfgang Schneider

Und weiter geht es mit dem Ausblick auf die kommende Theatersaison. Der Theaterring II, dessen Schwerpunkt auf dem zeitgenössischem Theater liegt, wartet dabei mit einer echten Premiere auf: einem Filmkonzert. Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr im Stadttheater.

Den Auftakt macht am Dienstag, 4. Oktober, Siegfried Lenz "Deutschstunde" in der Bühnenfassung von Stefan Zimmermann. Der 20-jährige Protagonist setzt sich dabei mit der NS-Vergangenheit seines Vaters auseinander, für den Pflichterfüllung vor Menschlichkeit ging - und das sogar über das Ende Hitler-Deutschlands hinaus. Etwas komplett Neues folgt dann am Freitag, 18. November, wenn die Neue Philharmonie Westfalen unter dem Titel "Miss Marple meets Rocky" zum Filmkonzert bittet. Der Abend schafft eine ungewöhnliche Begegnung mit berühmten Helden und Schurken der Filmgeschichten auf einer großen Leinwand, während das Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Rasmus Baumann die passenden Melodien spielt.

"Wolkenbilder. Debussy trifft den Kleinen Prinzen" heißt es am Mittwoch, 18. Januar. Während Schauspieler Charles Bauer aus dem berühmten Werk rezitiert, untermalt Pianist Christian Elsas das Ganze am Flügel. Das Rheinische Landestheater Neuss ist am Mittwoch, 22. Februar, mit John Steinbecks "Jenseits von Eden" zu Gast im Stadttheater. Erzählt wird eine Familiensaga, die sich über drei Generationen spannt und in deren Mikrokosmos sich die Umwälzungen der Weltgeschichte spiegeln.

Zum Abschluss des Theaterrings II ist am Samstag, 18. März, dann Florian Zellers Tragikkomödie "Vater" zu sehen" mit TV-Schauspieler Peter Striebeck in der Hauptrolle. Das Besondere an "Vater" ist die ungewöhnliche Erzählstruktur.

Erlebt wird die Handlung nämlich nicht chronologisch, sondern aus der Erlebniswelt des 80-jährigen "Vaters". Durch diesen Trick des französischen Erfolgsautors wird der Zuschauer emotional an die Hauptperson gebunden. Der Zuschauer erlebt mit ihr dieselben Momente des Glücks, teilt mit ihr die Momente des Ausgeliefertseins, erfährt mit ihr die unbegreifbare Veränderung von Personen und Dingen und kann wie sie immer weniger unterscheiden: Was ist Realität, was Wahn- oder Wunschvorstellung, was Halluzination oder fixe Idee?

Quelle: RP
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