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Heiligenhaus
Musikschule spart und erhöht die Gebühren

Heiligenhaus. Auch in der Musikschule muss gespart werden: 20 Prozent "Ergebnisverbesserung", ist die Vorgabe, die aufgrund des Nachtragshaushaltes vom Rat beschlossen wurde. Doch das Einsparpotenzial ist gering: "Nennenswerte Einsparungen sind nicht möglich. Denn 90 Prozent sind allein Personalkosten, bei dem es sich ausnahmslos um Festanstellungen handelt. Dem liegt eine Grundsatzentscheidung des Rates in den 80er Jahren zugrunde", erklärte Kämmerer Michael Beck am Donnerstag dem Schulausschuss.

Eben jener Ausschuss entschloss sich am vergangenen Donnerstag mit der Stimmenmehrheit der CDU und SPD, die Musikschulgebühren zu erhöhen sowie das Projekt "Prima®Musiker" im kommenden August zu beenden. Nun müssen noch der Hauptausschuss und der Rat entscheiden. Grundschüler bekamen bei diesem Projekt die Möglichkeit, während des Grundschulunterrichts in musikalischen Spielen auch in Kontakt mit Musikinstrumenten zu kommen.

Musikschulleiter Christopher Thomas: "Es fällt uns schwer, uns von dem Projekt zu trennen, denn es war ein Projekt, das sehr gut gelaufen ist. Allerdings waren es neun Stunden, die nicht gegenfinanziert waren." Bei Beendigung der Kooperation zwischen der Musikschule der Stadt Heiligenhaus und den Heiligenhauser Grundschulen kann in der dadurch frei werdenden Unterrichtszeit gebührenpflichtiger Unterricht erteilt werden, mit denen pro Jahr etwa 12.

000 Euro zusätzlich erzielt werden können. In zwei Grundschulen werde schon - gebührenpflichtige - Blockflötengruppen angeboten. Ein Angebot, das man ausbauen könnte. Auch bei den Gebühren habe man sehr genau überlegt, erklärt Thomas: "Wir halten die vorgeschlagenen Gebührenerhöhungen im Hinblick auf die Haushaltslage der Stadt sowie im Vergleich mit umliegenden Musikschulen für noch vertretbar, so dass diese nicht zwangsläufig zu einer massiven Häufung von Abmeldungen führen werden.

" Die vorgesehenen Gebührenerhöhungen werden zu voraussichtlichen Mehreinnahmen in Höhe von 9.960 Euro im Jahr 2016 und 13.230 Euro im Jahr 2017 führen. So beläuft sich der Jahresbeitrag für den 45-minütigen Instrumental-Einzelunterricht (ausgenommen Tasteninstrumente) auf 864 Euro, statt der bisher 828 Euro. Übrigens hat sich der Großteil der Musikschulkunden für eine Einführung des Kopiergeldes ausgesprochen.

So können entsprechende GEMA-Vorgaben erfüllt werden, ohne die den Kunden keine entsprechenden Kopien mehr zur Verfügung gestellt werden dürften.

(sade)
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