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Niederberg
Mutmaßlicher Sexualstraftäter stellt sich

Niederberg. Der öffentliche Druck wurde zu groß. Der Mann bestreitet die Tat, verstrickt sich aber in Widersprüche.

Der öffentliche Druck war wohl zu groß. Der gesuchte Sexualstraftäter aus Velbert hat sich Donnerstagabend bei der örtlichen Polizei gemeldet und gab sich als der fotografierte Tatverdächtige zu erkennen.

Er wurde sofort festgenommen. In einer ersten Anhörung bestritt der Beschuldigte allerdings die ihm zur Last gelegte Tat, verstrickte sich dabei jedoch in Widersprüche. Nach Abschluss erster Ermittlungen und Vernehmung des Beschuldigten wurde dieser gestern Mittag einem Haftrichter in Wuppertal vorgeführt. Nach aktueller Mitteilung der Justiz ordnete das Gericht Untersuchungshaft gegen den 21-jährigen Velberter an.

Am Mittwochabend des 19. Juli, gegen 21.30 Uhr war eine 68-jährige Seniorin in ihrer eigenen Wohnung im Velberter Ortsteil Birth überfallen und brutal vergewaltigt worden. Das Opfer konnte den Täter hervorragend beschreiben und so fahndete die Polizei ab Montag dieser Woche mit einem Phantombild nach dem brutalen Sexualstraftäter.

Zu der in vielen Medien verbreiteten Öffentlichkeitsfahndung gingen viele verschiedene Hinweise aus der Bevölkerung ein, die aber nicht gleich zu einem konkreten Tatverdacht gegen eine Person führten. Die intensiven polizeilichen Ermittlungen beim zuständigen Kriminalkommissariat 11 (KK 11) in Mettmann führten dann aber dazu, dass Bilder einer Überwachungskamera sichergestellt und ausgewertet werden konnten, die den gesuchten Straftäter kurze Zeit vor der Tat am 19. Juli zeigen.

Diese Bilder wurden für eine intensivierte Öffentlichkeitsfahndung nach dem gesuchten Straftäter gerichtlich freigegeben und am Donnerstag veröffentlicht. Dieser zunehmende Ermittlungs- und Fahndungsdruck führte dann anscheinend dazu, dass sich der Gesuchte am Abend selbst bei der Polizei meldete.

Die Polizei in Velbert (Telefon 02051 946-6110) nimmt aber auch weiterhin jederzeit sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung zu diesem Fall sowie auch zu anderen Ereignissen und Beobachtungen in Velbert entgegen, die möglicherweise in einem Tat- beziehungsweise Täterzusammenhang stehen könnten und der Polizei bisher noch nicht bekannt gemacht wurden.

Die Polizei bedankt sich bei allen Hinweisgebern, die der intensiven polizeilichen Ermittlungs- und Fahndungsarbeit zu einem schnellen Erfolg verholfen haben.

(jün)
 
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