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Hösel
Nachbarn ärgern sich über diese Ruine

Hösel: Nachbarn ärgern sich über diese Ruine
Kein schöner Anblick am Ortseingang von Hösel: Ein begonnener Abriss wurde offenbar nicht zu Ende gebracht. Nun prüft die Stadt. Sie will mit der Firma, der sie die Abrissgenehmigung erteilt hat, Kontakt aufnehmen. FOTO: Achim Blazy
Hösel. Bürgermonitor: An der Heiligenhauser Straße verschandelt eine Baustelle das Ortseingangsbild. Von Joachim Preuss

Und wieder sorgt eine vergessene Baustelle in Ratingen für Ärger, diesmal allerdings auf einem privaten Grundstück. RP-Leser Stefan Glanzmann machte uns im Rahmen des Bürgermonitors auf einen seit länger bestehenden Schandfleck am Ortseingang von Hösel aufmerksam. Seit einiger Zeit werde die schöne Ortseinfahrt an der Heiligenhauser Straße in Höhe der ehemaligen Häuser 40/42 in Mitleidenschaft gezogen: Es sollten wohl beide Häuser abgerissen werden. Doch: "Eines der Häuser wurde leider nur teilweise abgerissen und bietet nun seit mindestens Anfang des Jahres ein trauriges Bild in unserem schönen Hösel. Auf Anfrage beim Bauamt konnte beziehungsweise wollte man mir dort keine Auskunft geben."

Bei eigenen Recherchen habe er herausgefunden, dass eine Immobilienfirma aus Düsseldorf dieses Grundstück erworben habe und offenbar bebauen wollte: "Ende vergangenen Jahres gab es dort auch ein Verkaufsschild. Dann wurde mit dem Abriss begonnen, aber leider noch nicht mit dem Neubau begonnen."

Die Firma sei auch in der Gustav-Linden-Straße gelistet gewesen. "Leider ist das Büro dort nicht mehr besetzt beziehungsweise wird umgebaut. Zudem hat diese Firma wohl auch Häuser auf der Krummenweger Straße gebaut, die zwar fertiggestellt wurden, aber wie mir die Nachbarn sagten, seit über einem Jahr noch nicht bezogen sind, obwohl sie schon verkauft sind. Diese Informationen führen bei uns zu großer Besorgnis, dass sich das Ortsbild in naher Zukunft nicht ändern wird."

Mehrere Versuche der Redaktion, diese Firma in Ratingen und in Düsseldorf an verschiedenen Tagen zu erreichen, scheiterten: Beide auf den Internetseiten angegebenen Telefonnummern in Ratingen und Düsseldorf waren ständig besetzt, E-Mails kamen zurück mit dem Hinweis "Das Postfach des Empfängers ist voll und kann zurzeit keine Nachrichten annehmen". Eine Antwort gab es auch nicht.

Laut Internetseite beschäftigt sich das Unternehmen im "Kerngeschäft" mit Ankauf, Revitalisierung und Bewirtschaftung sowie dem Vertrieb von Wohnimmobilien an Mieter, Selbstnutzer und Kapitalanleger.

Glanzmann betonte, dass er "niemanden in irgendeiner Art und Weise anschwärzen" wolle. Doch das Grundstück befinde sich in einem katastrophalen Zustand und empfange die Gäste in Hösel nicht gerade besonders freundlich: "Ich hoffe, dass Sie das Thema für sich als interessant erachten und eventuell durch einen Artikel etwas in Bewegung bringen können."

Ein Anfrage beim Bauamt der Stadt Ratingen wurde so beantwortet: "Die Firma hat von der Stadt eine Abrissgenehmigung für die Häuser erteilt bekommen. Die Bauordnung wird aufgrund des Hinweises nun Kontakt mit der Firma aufnehmen, um zu erfahren, warum es aktuell zu Verzögerungen kommt."

Quelle: RP
 
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