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Ratingen
Nachdenken über Flucht und Heimat

Ratingen. Neues Bürgergespräch stellt das Thema "Vertreibung" in den Blickpunkt.

Flucht und Vertreibung sind keine neuen Themen. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten verloren beispielsweise Juden und Antifaschisten bald ihre Berufe. Wer konnte, emigrierte aus Deutschland. Und als der Krieg dann endlich zu Ende war, mussten viele aus den vormaligen Ostgebieten Richtung Westen fliehen.

Flüchtling bedeutet nicht Alien, weder damals noch heute. "Heimatfindung nach der Flucht" widmet sich diesem Aspekt und ist ein Bürgergespräch, bei dem sich alte und junge Betroffene sowie Interessierte im Dialog über Flucht und Vertreibung im Spiegel der Zeiten austauschen können.

"Ein Ziel ist das Aufzeigen von möglichen Gemeinsamkeiten zwischen ehemals aus deutschen Ostgebieten nach Westen und aktuell aus Nahost nach Deutschland Geflohenen", skizziert Veranstalterin Kathrin Klein, Leiterin der Deutsche Gesellschaft e.V. Bildungswerk NRW, den Treff.

Erstmalig findet Donnerstag, 17. November, 14 bis 16 Uhr, dieses Bürgergespräch statt. In die städtische Begegnungsstätte des Seniorentreff Mitte, Minoritenstraße 14, sind aber nicht nur Betroffene aller Generationen sowie Debattierfreudige eingeladen. Journalist Jürgen Grosche übernimmt die Moderation und Mediatorin Ingeborg Weiß ist ebenso mit von der Partie.

Finanziert wird der Nachmittag mit Mitteln des Bundesinnenministeriums und in Kooperation mit der Stadt Ratingen. Der Eintritt ist kostenfrei, für Bewirtung ist gesorgt.

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