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Ratingen
Nachtspeicherstrom wird billiger

Düsseldorf. Gute Nachricht für Besitzer von Nachtspeicherheizungen: Die Stadtwerke Ratingen GmbH senkt die Preise für Wärmespeicherstrom, also den Saft für Nachtspeichergeräte. Mit Wirkung zum 1. Juli sinkt der Arbeitspreis um 0,36 Cent brutto je kWh. "Gleichzeitig werden die Vertragswerke homogenisiert und verbraucherfreundlicher gefasst", teilt Vertriebsleiter Frank Schlosser weiter mit.

Die rund 3500 Wärmespeicherstrom-Kunden der Stadtwerke werden in diesen Tagen angeschrieben und erhalten weitgehend vorausgefüllte Verträge. "Formalrechtlich müssen wir den Kunden kündigen, damit sie mit uns einen neuen Vertrag abschließen können", erklärt Schlosser. Als Grund für die Preissenkung nennt er die "Großwetterlage" an Rohstoffmärkten und bei Vorlieferanten. "Wir hätten gerne mehr Nachlass gegeben und haben deswegen mit der Maßnahme noch etwas gewartet. Aber mehr geht momentan nicht. Ich fürchte auch, dass die Rohstoffmärkte Ende des Jahres wieder in Bewegung kommen und sich das dann auf Gas-, Öl- und Strompreise auswirken wird."

Die Stadtwerke Ratingen geben im Rahmen der neuen Verträge eine Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2010. Weitere Vorteil für die Kunden, so die Stadtwerke: Die neuen Verträge könnten monatlich gekündigt werden. Die Preise für Haushaltsstrom seien bereits zum Jahreswechsel gesenkt worden.

Nach einer Information des Verbraucherportals toptarif.de wird der Strompreis in Deutschland weiter steigen. Bereits in den ersten Monaten des Jahres habe rund ein Drittel aller deutschen Stromversorger Preisänderungen vorgenommen oder für die kommenden Wochen geplant. In den meisten Fällen werde der Strombezug für die Verbraucher dabei deutlich teurer, zitieren die Stadtwerke das Portal. So hätten seit Januar rund 280 Versorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 5,9 Prozent angekündigt. Insgesamt seien von diesen Erhöhungen bislang rund 12 Mio. Haushalte betroffen.

Unerheblich sei, so Schlosser, ob ein Kunde einen oder zwei Zähler installiert hat. "Das ist eine rein technische Lösung. Früher hat man einen Zähler eingebaut, mittlerweile sind zwei Zähler vorgeschrieben, letztlich macht die neuere Lösung die Sache transparenter", erklärt Schlosser. Bei der Ein-Zähler-Lösung wird mit demselben Gerät sowohl Haushaltsstrom wie auch Wärmestrom erfasst, bei der Zwei-Zähler-Lösung sind beide Geräte getrennt im Einsatz. Die aktuelle Preisanpassungsmaßnahme betreffe lediglich den Wärmespeicherstrom, nicht den Haushaltsstrom.

Anteilseigner der Stadtwerke sind zu 75,23 Prozent die Stadt Ratingen und zu 24,77 Prozent die RWE Rheinland Westfalen Netz AG. Das Unternehmen hat 200 Mitarbeiter und versorgt die 93 000 Einwohner Ratingens mit Strom, Erdgas, Fernwärme und Trinkwasser. Außerdem besitzt und betreibt das Unternehmen ein Freibad, zwei Hallenbäder und ein Allwetterbad.

Infos: www-satdtwerke-ratingen.de.

Quelle: RP
 
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