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Heiligenhaus
Neue Flächen braucht die Stadt

Heiligenhaus: Neue Flächen braucht die Stadt
Einfahrt von der Hauptstraße zum Gelände der Firma Strenger: Wie lassen sich ungünstige innerstädtische Lagen mittel- und langfristig verbessern? Ein Problem für die Stadt Heiligenhaus. FOTO: dietrich janicki
Heiligenhaus. Die Aufnahme in das Reaktivierungsprogramm "Flächenpool NRW" geht für Heiligenhaus in die nächste Runde. Heute Abend tagt der Fachausschuss. Von Stefan Mülders

Gut zweieinhalb Monate ist es jetzt her, dass die Stadt die Nachricht bekam, mit drei innerstädtischen Gebieten in den "Flächenpool NRW" aufgenommen zu sein. Heute Abend nun soll der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt der dazugehörigen Konsensvereinbarung zwischen Stadt und Flächenpool zustimmen. Den Anlass, sich überhaupt an dem Verfahren beteiligen zu wollen, erläutert Wirtschaftsförderer Peter Parnow: "Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass es manchmal schwer ist, verschiedene Interessen und Beteiligte an einer Fläche zu einem gemeinsamen Ziel zusammen zu bringen." Dabei gehe es nicht nur um bereits brachliegende Gebiete mit ehemaliger industrieller Nutzung und Grunderwerbsprozesse für neu zu erschließende Gewerbegebiete, sondern auch um Perspektiven. Welche Pläne haben die Unternehmen? Wie lassen sich ungünstige innerstädtische Lagen mittel- und langfristig verbessern? "Der Flächenpool ist als strukturiertes und moderiertes Verfahren eine gute Möglichkeit, diese Prozesse etwas schneller zum Erfolg zu führen", so Parnow weiter

Konkret geht es um zwei Untersuchungsgebiete in der Oberstadt zwischen Bahnhof- und Bayernstraße mit zum Beispiel der Firma Strenger und der Gießerei Batzs sowie das Dörrenhaus-Gelände in Hetterscheidt. Das Verfahren selbst ist in drei Phasen unterteilt. Die Kosten der "Findungsphase" werden vollständig vom Flächenpool NRW getragen, an der "Qualifizierungsphase" beteiligt sich die Stadt mit einem Pauschalbetrag von 8000 Euro. Die "Bindungsphase" ist nicht zwingend Bestandteil der nun zu unterzeichnenden Vereinbarung, auch weil hier Kosten in sich aus dem Prozess ergebender Höhe entstehen. Die Beteiligung des Flächenpools NRW richtet sich nach dann zur Verfügung stehenden Mitteln. Die "Findungsphase" ist mit der Vorstellung beziehungsweise Abstimmung der Konsensvereinbarung in den politischen Gremien quasi abgeschlossen. Gespräche zwischen Stadt und Eigentümern haben stattgefunden, und die drei Standorte wurden festgelegt.

In der "Qualifizierungsphase" werden grob vorbesprochene Entwicklungsziele konkretisiert und gemeinsam mit Eigentümern und Stadtverwaltung in Pläne umgesetzt. Die "Bindungsphase" würde anschließend die Umsetzung der erarbeiteten Planungen begleiten. Auf Vorschlag der SPD-Fraktion hatte der Stadtentwicklungsausschuss im November vergangenen Jahres die Verwaltung beauftragt, sich zum Flächenpool NRW anzumelden. Neben elf weiteren Städten und Gemeinden wurde Heiligenhaus aufgenommen und kann nun einen weiteren Schritt dahin gehen, die Vermischung von Industrie und Wohnen in der Innenstadt langfristig zu entzerren. Nach den Großprojekten auf dem ehemaligen Kiekert-Areal und den laufenden Planungen für die Hitzbleck-Brache, dem Umbau der Hauptstraße und der Entwicklung neuer Gewerbegebiete wird den Stadtplanern also auch in diesen eher kleinteiligen Gebietsentwicklungen so schnell wohl nicht die Luft ausgehen.

Quelle: RP
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