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Ratingen
Neue Häuser sollen zur Altstadt passen

Ratingen: Neue Häuser sollen zur Altstadt passen
"Es ist eine Operation am offenen Herzen." So umschreibt der Essener Investor Gunnar Marx die anstehenden Bauarbeiten. Das Haus 17/18 wird jedenfalls - salopp formuliert - komplett umgekrempelt. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Am 15. Juli startet eines der wichtigsten Bauprojekte in der Innenstadt: Markt 17 bis 20 wird komplett umgestaltet. Von Norbert Kleeberg

Aus alt mach neu - zumindest teilweise wird diese Redensart zum ersten Bauabschnitt passen, der am 15. Juli starten soll. Es kann also losgehen mit dem zentralen Projekt Markt 17 bis 20 im Herzen der Altstadt, direkt gegenüber der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Auf den ersten Blick wird dies passieren: Das Gebäude 17/18 wird komplett umgestaltet, die Häuser 19 und 20 werden später abgerissen und neu gebaut. Aus alt mach neu - einiges bleibt im Haus 17/18 bestehen, doch vieles wird sich ändern. "Es ist eine Operation am offenen Herzen", umschreibt der Essener Investor Gunnar Marx die anstehende Maßnahme. Er hat sich darauf spezialisiert, solche Lagen zu veredeln. Der Turmvorbau kommt weg und macht den Blick frei auf den Bankeingang und das neue Geschäft mit dem Warensortiment des Damenmode-Herstellers Gerry Weber.

Der Abriss des Turms werde eine große Herausforderung sein, betont Marx im RP-Gespräch, die Kunden, die die Commerzbank aufsuchen, sollen durch eine Art Tunnel während der Arbeiten geschützt werden. Marx räumt ein, dass der Abriss des Turms für ihn kein Muss gewesen sei, der Rat habe aber anders entschieden.

Das Haus 17/18 wird jedenfalls - salopp formuliert - komplett umgekrempelt. Die Commerzbank erhält im ersten Obergeschoss mehr Bürofläche, zudem wird es hochwertige Stadtwohnungen im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss geben. Fest steht, dass der Mietvertrag mit der Bank am 31. Dezember 2021 auslaufen wird. Dann wäre der Weg frei für weiteren großzügigen Einzelhandel im Erdgeschoss sowie Büros und Praxen im oberen Bereich.

Gerry Weber soll bereits im Herbst dieses Jahres eröffnen, "wir haben also einen sehr engen Zeitplan", verdeutlicht Marx, der aber schon jetzt auf die Häuser 19 und 20 blickt.

Modegeschäfte sollen in die neuen Gebäude einziehen, dies ist beschlossene Sache. Der zweite Bauabschnitt beginnt im nächsten Jahr. Marx geht von einer Fertigstellung der Gebäude im Jahr 2017 aus, es würden dann säulenfreie Flächen für Händler aus dem Modebereich angeboten, sagt er. Verträge mit Firmen gebe es aber noch nicht, betont der Investor, "das wäre zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh".

Dass die alten Häuser 19 und 20 zum Schandfleck verkommen sind, hat viele Bürger geärgert. Die Stadt hat nach mehreren Beschwerden die Eingänge, die immer mehr zum Müllplatz wurden, abriegeln lassen.

Quelle: RP
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