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Heiligenhaus
Neue Ideen aus dem "Kunstquadrat"

Heiligenhaus: Neue Ideen aus dem "Kunstquadrat"
"Kunstquadrat"-Treffen im Museum (von links): Armin Schmidt, Ute Augustin-Kaiser, Petra Marita Sadowski, Anne-Detlef Kaiser, Anneliese Schmidt und Erika Riemer Sartory. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Schon bei der Premiere des Kunstmarks an der Abtsküche stellte sich heraus: Das Modell könnte Zukunft haben. Zum Auftakt waren acht Künstler vertreten. Von Sandra Kreilmann

Künstlerin Ute Augustin-Kaiser ist Teil des Kunstquadrates. Kein Mitglied, denn "das Kunstquadrat ist kein Verein", wie Gründungsmitglied Armin Schmidt, Künstlername ming, erklärt. Bisher hat Augustin-Kaiser regelmäßig ihren Kunstmarkt im Homberger Treff veranstaltet. Am Samstag fand der erstmals im Museum Abtsküche statt, mit Unterstützung eben jenes Künstlerkollektivs. Und die Markt-Premiere überzeugt mit seinem Ambiente. "Mir gefällt es hier", sagt die Veranstalterin. "Die Räumlichkeiten sind ungewöhnlich und das Licht passt gut." Eine Wiederholung, vielleicht sogar regelmäßig den Markt hier abzuhalten, das hält sie durchaus für möglich. "Das kommt natürlich auch darauf an, wie das Angebot ankommt." Insgesamt acht Künstler zeigen ihre Werke, die sie natürlich gerne auch Kunstliebhabern ans Herz legen wollen. "Natürlich geht es auch um den Verkauf, um beispielsweise die Materialien zu finanzieren. Aber ein Markt bietet immer auch die Möglichkeit, Öffentlichkeit für die Kunst zu schaffen und das eigene Schaffen nach außen zu tragen", so Augustin-Kaiser, die Schmuckobjekte und Zeichnungen anbot. Ob Künstler des Kunstquadrates oder nicht, die Anbieter kamen am Wochenende mit Kunstinteressierten ins Gespräch.

Sowohl der Kunstmarkt, als auch das Kunstquadrat haben dabei einen Ruf, der über die Stadtgrenzen hinaus reicht. Und es ist eine spannende Bandbreite an unterschiedlichen Arbeiten, die zum Verkauf stehen. Malerei und Arbeiten auf Papier hatte Erika Riemer Sartory anzubieten. Die Ratinger Künstlerin, die bereits im In- und Ausland ausgestellt hat, hatte vor allem Arbeiten ihrer Reihe "Die Haut der Erde" dabei. Eine Pigmenttechnik, die sie in zehn Jahren selbst entwickelt hat. "Man kommt als Künstler immer mit den Menschen ins Gespräch, bei so einem Markt natürlich besonders und das ist wichtig", sagt sie.

"Es gab die Idee, den Markt hier im Museum zu veranstalten, wir sprachen daraufhin mit Kustos Reinhard Schneider, ob er sich vorstellen konnte, das Marktangebot um diese Veranstaltung zu erweitern und er konnte sich das vorstellen. Eine regelmäßige Wiederholung würden wir uns natürlich wünschen", sagt Armin Schmidt. Ihm und dem Kunstquadrat ist es wichtig, mit dem Marktangebot in Heiligenhaus auch einen weiteren Platz für Kunst anbieten zu können. Schließlich sei der in der Stadt rar gesät.

Das "temporäre Museum" im Alten Pastorat, das sich das Kunstquadrat einverleibt hat, ist in den kalten Monaten aufgrund von fehlendem Strom und Wasser nicht nutzbar. "In den zwei Jahren, in denen wir nun dort ausstellen haben wir viel gemacht. Aber das Gebäude verfällt immer mehr. Es ist zum Beispiel feucht."

Solange der Investor für das Einkaufszentrum, der sowohl das Grundstück des alten Hauses der Kirche, als auch das Kiekert-Gelände beplant, nicht sichtbar vorankommt, will das Kunstquadrat mit seinen rund 14 bis 15 Künstlern aus der Region, das Haus aber weiter offiziell in "Kunst-Beschlag" nehmen. "Das Haus liegt zentral, und die rund 1200 Besucher, die wir pro Jahr bei unseren Ausstellungen zählen konnten, sprechen dafür, dass ein solcher Ort gebraucht wird", so Schmidt. "Ich würde mir wünschen, dass die Stadt für die Heiligenhauser Künstler, nicht nur für das Kunstquadrat, mehr Möglichkeiten bieten würde."

Quelle: RP
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