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Ratingen
Neue Statistik: Mehr junge Komasäufer im Kreis Mettmann

Ratingen. Besonderen Anlass zur Sorge bereitet Experten der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen mussten in der Region 20 Kinder in einer Klinik behandelt werden.

Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist im Kreis Mettmann entgegen dem bundesweiten Trend gestiegen. Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt somit ein Problem. Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2014 113 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2013 um 17,7 Prozent.

"Nach wie vor gehört der Alkohol für viele Jugendliche zum Feiern und Spaß haben dazu", sagt Detlef Diermann von der DAK-Gesundheit in Ratingen. "Daher bleibt für uns die weitere Alkoholprävention unverzichtbar, damit sich die insgesamt positive Entwicklung auf Bundesebene auch auf unsere Region überträgt und die Klinikeinweisungen wieder zurückgehen."

Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch 2016 die erfolgreiche Kampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" im Kreis Mettmann fort.

Beim bundesweiten Wettbewerb werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen.

An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 72.500 junge Künstler teil.

Infos unter www.dak.de/buntstattblau.

Quelle: RP
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