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Heiligenhaus/Ratingen
Neue Technik begeistert Groß und Klein

Heiligenhaus/Ratingen: Neue Technik begeistert Groß und Klein
Bitte Platz nehmen im sogenannten "Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug" (HLF) der Feuerwehr Heiligenhaus. Das Fahrzeug, das 430.000 Euro kostet, war die Attraktion beim Tag der offenen Tür. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus/Ratingen. Tag der offenen Tür in Heiligenhaus und Ratingen: Die Zuschauer konnten hautnah dabei sein und vieles ausprobieren. Von Henry Kreilmann und Wolfgang Schneider

Der dreijährige Moritz steht mitten auf dem Hof der Feuerwehr und ist umgeben von Feuerwehrwagen. Mit großen Augen schaut er sich um. Das Martinshorn eines Wagens erklingt und sorgt bei Moritz für ein breites Lachen. "Feuerwehrwagen" presst er quietschvergnügt hervor. "Eins seiner Lieblingswörter", erklärt sein Vater Alexander Trpkowski. Er hat ebenfalls einen Hang zur Feuerwehr: "Mich fasziniert die umfangreiche Technik, die auf kleinstem Raum so kompakt zusammen gebaut ist." Bei Papa auf dem Arm schaut sich Moritz die Autos ganz genau an. Die Möglichkeit dazu hatte er am Samstag beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr. Neben der Hüpfburg waren vor allem die Feuerwehrwagen die Attraktion. Am beliebtesten ist die Gelegenheit, einfach mal im Feuerwehrwagen zu sitzen - und mit zu fahren. Das Programm bildete den Querschnitt ab: Wie läuft ein Brandeinsatz ab? Was passiert bei einer Fettexplosion? Was bedeutet eigentlich Erstversorgung? "Die Feuerwehrleute machen tolle Arbeit", war dabei von vielen Besuchern zu hören.

Ein ganz besonderer Programmpunkt war die Übergabe eines neuen Einsatzfahrzeuges. Das war erst am Tag zuvor in der Stadt eingetroffen, wurde noch im Schnellverfahren beklebt. Die Premiere des neuen "Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges" konnte im Netz per Livestream verfolgt werden. Bürgermeister Jan Heinisch, bekanntlich selbst leidenschaftlicher Feuerwehrmann, übergab als Chef der Verwaltung an Feuerwehrchef Ulrich Heis das 430.000 Euro teure Fahrzeug. Die Einsegnung übernahm dabei Superintendent Jürgen Buchholz.

Während die Heiligenhauser Wehr mit einem neuen Fahrzeug aufwartete, gab es beim Tag der offenen Tür der Ratinger Feuerwehr auf der Hauptwache am Voisweg vor allem den klassischen Alltag zu sehen. "So eine Veranstaltung ist eine gute Gelegenheit für die Bürger, sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehr zu überzeugen", sagte Feuerwehrchef René Schubert, der sich mit seiner Mannschaft über weit mehr als 1000 Besucher freuen konnte. So waren neben der Jugendfeuerwehr der Sonderzug für Einsätze mit atomaren, biologischen oder chemischen Stoffen vertreten oder der Zug medizinische Rettung. "Das ist ein spezieller Zug, den wir bei großen medizinischen Lagen alarmieren können", so der Feuerwehrchef. Mutige Besucher konnten sich selbst ein Bild machen, wie ein Brandeinsatz in einer Wohnung aussieht. In den vernebelten Übungsräumen hinter der Fahrzeughalle ging es bei nahezu nicht vorhandener Sicht in fachkundiger Begleitung und ausgerüstet mit einem Feuerwehrschlauch in ein Wohnzimmer. Spannend!

Quelle: RP
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