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Ewald Vielhaus (cdu)
"Neue Wohnqualität für die City"

Ewald Vielhaus (cdu): "Neue Wohnqualität für die City"
Ewald Vielhaus ist Fraktionsvorsitzender der CDU. FOTO: RP-AF
Ratingen. RATINGEN (kle) Die Planungen rund um das ehemalige Hertie-Haus sorgen für Gesprächsstoff. Ewald Vielhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender, bewertet das 40 Millionen Euro teure Bauprojekt.

Was wird der Abriss des ehemaligen Hertie-Hauses überhaupt für Ratingen bringen?

Vielhaus Ich meine, dass die von Bürgermeister Klaus Pesch vorgestellten Planungen überzeugen - sowohl städtebaulich als auch von der geplanten Nutzung. Schließlich ist nicht nur die sehr gute Lage durch die Verbindung vom neu gestalteten Düsseldorfer Platz in die Altstadt ein Gewinn, sondern auch die Möglichkeit für leistungsstarken Einzelhandel, sich hier zu etablieren.

Was bedeutet das konkret?

Vielhaus In der Altstadt finden die Bürger im Moment eher kleinere Geschäfte. Durch den Bau auf dem Gelände des ehemaligen Hertie-Hauses finden dann auch die Einzelhandelsbetriebe Möglichkeiten, die große Verkaufsflächen benötigen - wie zum Beispiel ein Discounter, Elektrofachmarkt oder ein Lebensmittel-Vollsortimenter. Das Fehlen dieser Betriebe wurde übrigens auch im Einzelhandelsgutachten von Ratingen kritisiert. Von daher ist dieser Weg genau richtig.

Welche Rolle spielt in den Planungen der Düsseldorfer Platz, an dem es ja dann schon wieder eine Baustelle geben wird?

Vielhaus Natürlich wird das für die Anwohner zunächst nicht so leicht sein. Dennoch: Die Initialinvestition Düsseldorfer Platz gibt dem Umfeld nun erwartungsgemäß einen Schub. Die Verbindung zwischen der Fußgängerzone in die Altstadt und dem Düsseldorfer Platz wird ein ganz großer Gewinn sein. Der Abriss des gesamten Gebäudes ist auch deshalb die Königslösung, an die viele wegen des hohen Aufwandes nicht geglaubt haben.

Wohnungen sollen hier entstehen. Ist das überhaupt sinnvoll?

Vielhaus Ja, davon bin ich überzeugt, es entstehen im ersten Obergeschoss Wohnungen, die barrierefrei sind und über einen Außenbereich verfügen. Besser kann man in der Innenstadt kaum wohnen.

Gibt es also gar keinen Kritikpunkt an dem Bauprojekt?

Vielhaus Ich kritisiere das Stellplatzangebot, das mit 148 unzureichend ist. Dazu gibt eine Verordnung, die besagt, dass 400 Stellplätze bei einer Verkaufsfläche von 6500 Quadratmetern und 75 Wohneinheiten erforderlich sind. Unser Angebot von nur 148 würde der Magnetwirkung des Projektes nicht gerecht. Der Königshof in Mettmann verfügt über 500 Stellplätze bei einer Verkaufsfläche von 13.000 Quadratmetern ohne zusätzliche Wohnungen.

Quelle: RP
 
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