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Ratingen
Neue Zentrale kostet 48 Millionen Euro

Ratingen: Neue Zentrale kostet 48 Millionen Euro
Das Stuttgarter Architekturbüro Scope konnte sich mit seinem Entwurf für dieses Projekt durchsetzen. Nun ist die neue SAP-Zentrale zwischen Oststraße und Hugo-Schlimm-Straße bezugsfertig. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Triangulum - so heißt das SAP-Gebäude in Ost, das Raum für 430 Arbeitsplätze bietet. Am Montag startet der Betrieb. Von Norbert Kleeberg

Es gehört zu den teuersten Projekten der Stadtgeschichte - und kann sich schon allein aufgrund seiner futuristisch anmutenden Bauweise im wahrsten Wortsinn sehen lassen. Investor Walter Brune und sein Team haben ganze Arbeit geleistet und vor allem den Zeitplan eingehalten. Am 3. Juli nimmt SAP an seinem neuen Standort zwischen Oststraße und Hugo-Schlimm-Straße seinen Büro- und Schulungsbetrieb auf. Brune hat das 8.100 Quadratmeter große Grundstück von der Stadt gekauft und das Projekt für den Software-Riesen entwickelt. 48 Millionen Euro habe man in das Bauvorhaben (inklusive Grundstück) gesteckt, meinte der Architekt am Rande der Schlüsselübergabe. Brune hat sich regelmäßig über den Baufortschritt informiert. Und der 91-Jährige will weiterhin ein Auge auf das Gebäude werfen, denn es liegt auf seiner Jogging-Strecke.

Andreas Beyer, der Chef des SAP-Standortes in Ratingen Ost, zeigte sich rundum zufrieden. Es habe eine punktgenaue Fertigstellung gegeben. Das Gebäude bietet Raum für 430 feste Arbeitsplätze. Rund zwei Jahre lang dauerte der Bau. In der Rohbauphase waren bis zu 50 Mitarbeiter, in der Ausbauphase bis zu 250 Kräfte auf der Baustelle tätig. In Spitzenzeiten waren drei Baukräne im Einsatz. Die Adresse ist standesgemäß. Sie lautet: SAP-Platz 1.

Der Premium-Standort Ost boomt also weiter. Aber es gibt auch deutlich mehr Verkehr. Edeka Kels ist bereits in die alte Maschinenfabrik gezogen. Der neue Parkplatz, der zwei Ausfahrten hat (Oststraße und Homberger Straße), ist auch nach Büroschluss sehr gut gefüllt - und an Wochenenden sowieso.

Auf das neue Gebäude: Walter Brune (rechts) stößt mit Bürgermeister Klaus Pesch (Dritter von links) und Andreas Beyer (Bildmitte/SAP) an. FOTO: Blazy Achim

Und dann ist da noch das Schwarzbach-Quartier: Es handelt sich um eines der größten Bauprojekte der Stadtgeschichte, eingerahmt von einem globalen, sehr hart umkämpften Immobilien- Markt.

Weltweit agierende Investmentmanager von InfraRed Capital Partners haben leerstehende Flächen an der Balcke-Dürr-Allee erworben. Man plant ganz Großes auf dem rund 100.000 Quadratmeter umfassenden Areal. Dies berichtete Martin Payne, Investment Director. Man will rund 250 Millionen Euro in die Entwicklung der Flächen investieren. Bürgermeister Klaus Konrad Pesch betonte vor dem Unternehmensverband (UVR), dass man mehrere, ja vielleicht fünf Jahre benötige, um dieses riesige Projekt zum Abschluss zu bringen.

Die entscheidende Frage, die sich auch die Politik stellt: Wie sind die wachsenden Verkehrsströme zu bewältigen? Anwohner im Stadtteil sind in Sorge. Die SPD-Fraktion greift dieses Thema aktuell auf: Am morgigen Donnerstag, 29. Juni, wird der Technische Beigeordnete Jochen Kral im Seniorentreff Ost, Carl-Zöllig-Straße 55, über Projekte im Stadtteil Ost informieren. Die SAP-Zentrale mit An- und Abfahrt der Mitarbeiter gehört dazu.

Quelle: RP
 
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