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Heiligenhaus
Neuer Klinik-Betreiber Helios stellt sich vor

Heiligenhaus: Neuer Klinik-Betreiber Helios stellt sich vor
Der Verkauf des Klinikums hat die letzte formale Hürde genommen. Die langfristige Planung der Helios-Gruppe läuft. FOTO: achim blazy
Heiligenhaus. Das Bundeskartellamt hat grünes Licht gegeben für die Übernahme des Klinikums durch den Konzern. Neubau soll bis 2021 stehen. Von Sandra Kreilmann

Einen ersten Entwurf, wie das zukünftige Klinikum-Gebäude aussehen könnte, präsentierten gestern die neuen Klinikums-Betreiber: Angedacht sind zwei Gebäude, eines mit sechs Etagen für 338 Betten und eines für die Psychiatrie mit noch einmal drei Etagen für 112 Betten. Stehen soll der Neubau bis 2021.

"Wenn es nach uns geht, gerne auch früher", sagt Manuel Berger von der Helios-Gruppe. Er ist für die Region West zuständig und leitet somit den Bereich, dem das Niederberger Klinikum ab 2. Mai zugehörig sein wird. Das Bundeskartellamt hat am 12. April die Freigabe für den Erwerb des 519-Betten starken Klinikums erteilt. Der formale Abschluss soll am 2. Mai erfolgen, dann wird das Klinikum das 112. Haus im Besitz der Helios-Gruppe. "Jetzt krempeln wir die Ärmel hoch", kündigt Dr. Astrid Gesang, Geschäftsführerin des Klinikums, an.

"Wir sehen an diesem Standort ein großes Potenzial", sagt Berger, der sich vorstellen kann, dass der Einzugsbereich des Klinikums zukünftig größer wird. "Dafür schaffen wir mit unseren Investitionen die Voraussetzungen." Man wolle in Helios-Kliniken "bessere Medizin anbieten als in anderen Häusern". Zutaten dafür seien, so der Regionalgeschäftsführer: Dezentrale Entscheidungsträger, hohe und messbare Qualitätsstandards und der Dialog mit Mitarbeitern, Patienten, anderen Kliniken und niedergelassenen Ärzten.

Bis 30. Juni 2018 herrscht Kündigungsschutz, der genauso vertraglich vereinbart ist wie der Neubau für einen dreistelligen Millionenbetrag. Die Arbeiten sollen möglichst schnell beginnen. "Es wird um das bestehende Gebäude herum gebaut werden, so dass die medizinische Versorgung der Bürger nicht abreißt", betonen Berger und Gesang. Zudem stehe eine "Erweiterung des Portfolios an medizinischen Angeboten" auf dem Plan. "Wir möchten die Netzwerke nutzen, die Zusammenarbeit mit anderen Kliniken, aber auch mit niedergelassenen Ärzten stärken", erläutert Professor Henning Baberg aus dem medizinischen Beirat der Helios-Kliniken.

So soll zum Beispiel das medizinische Angebot im Bereich der Gefäßchirurgie, der Schlaganfallbehandlung wie auch der Onkologie ausgebaut werden. "Das Niederberger Klinikum selbst kann zum Beispiel im Bereich der Urologie viel einbringen." Auch die Palliativmedizin oder die Strukturierung der Notaufnahme hätten den Kardiologen beeindruckt. Erste Fachgespräche mit den Chefärzten zum Beispiel seien geführt. "Wir haben hochmotivierte Mitarbeiter vorgefunden, das ist ein großes Pfund. Aber auch ein Haus, das schwarze Zahlen schreibt, das ist nicht selbstverständlich", so Berger.

Die Helios-Gruppe war im Bieterverfahren der einzige Bewerber, der einen Neubau angeboten hat, hieß es gestern. "Der Neubau ist für uns ganz klar ein Vorteil: Wir können das Haus optimal auf die Bedürfnisse und nach modernsten Standards errichten." Noch in diesem Jahr sollen konkrete Pläne für einen Neubau vorgestellt werden.

Quelle: RP
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