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Ratingen
Neuer Strand für Hunde am Grünen See

Ratingen. Seit Jahren wünschen sich Hundebesitzer einen Zugang zum Wasser. Er soll zunächst für zwei Jahre geschaffen werden. Von Joachim Preuss

West Darauf haben viele Hundebesitzer seit Jahren gewartet: Für die Vierbeiner soll ein Hundestrand am Grünen See eingerichtet werden. Er soll probeweise auf der kleinen Halbinsel in der Nähe der bestehenden Hundewiese ausgeschildert werden. Viele Herrchen und Frauchen hatten sich einen Wasserzugang für ihre Lieblinge gewünscht, die RP hatte das Thema aufgenommen und auch eine Mobile Redaktion vor Ort veranstaltet. Unmittelbar danach reagierte die SPD-Fraktion und stellte einen entsprechenden Antrag. Der Rat beauftragte die Verwaltung, die Möglichkeiten zu prüfen. Obwohl es noch starke versicherungsrechtliche Bedenken gibt, will man einen Bereich an der östlichen Seite der Landzunge ohne zusätzliche Umzäunung lediglich beschildern.

Gisela Lenz, eine Art Sprecherin der vielen Frauchen und (wenigen) Herrchen, die mit ihren Vierbeinern gerne und regelmäßig dort Gassi gehen, hatte seinerzeit angeregt, die kleine Halbinsel ebenfalls als Hundeauslauffläche freizugeben. Die Verwaltung hatte zunächst Bedenken geäußert: Zwischen der jetzigen Hundewiese und dem angepeilten Hundestrand liegt ein Fuß- und Radweg. Es müsse also eine Zaunanlage her, um Zusammenstöße zu vermeiden. Außerdem sei der Schutz der Wasservögel im Uferbereich nicht mehr gewährleistet. Und eine Hundeauslaufzone sei nicht mit dem Fischereipachtvertrag zwischen Stadt und ASV Düsseldorf und Wittlaer vereinbar. Der Rat bat um Nachbesserung, nun liegt der Vorschlag für eine Einrichtung über zwei Jahre auf dem Tisch der Gremien.

Etwa 50 Meter soll der Hundestrand lang sein, mit dem ASV sei man einig geworden, heißt es in der Vorlage. Eine Umzäunung des Bereiches werde es nicht geben, lediglich eine Beschilderung. Die Stadt verwies noch einmal auf die Haftungsfrage, zitiert ein Schreiben der Kommunal-Versicherung, die von "erheblichen haftungsrechtlichen Risiken" mit Blick auf mögliche Kollisionen zwischen freilaufenden Hunden und Joggern und Radfahrern spricht. Die Versicherung hat von dem Plan "dringend abgeraten". Schilder seien nicht ausreichend.

Trotzdem folgt die Stadt dem Willen der Politik und will 2400 Euro im kommenden Jahr bereitstellen. Die Entscheidung fällt im Rat.

Quelle: RP
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