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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Neues Rathaus: Alter Ärger ist nicht vergessen

Ratingen. Da kommt doch Freude auf bei Politik und Verwaltung: Die neue Verwaltungszentrale an der Minoritenstraße wird noch in diesem Jahr fertiggestellt sein.

Die zum Teil eklatanten Zeitverzögerungen bei der Projektentwicklung hat man mittlerweile verdrängt oder schlichtweg vergessen - ebenso die beiden Bürgerentscheide, die eindrucksvoll bewiesen haben, dass die Politik häufig doch am längeren Hebel sitzt und ihr Ding durchzieht. Fakt ist, dass der Neubau des Rathauses nicht unumstritten war. Nicht wenige Bürger hätten gern eine Sanierung des alten Gebäudes gesehen.

Schnee von gestern, längst getaut. Politik und Verwaltung blicken nach vorn. Man nimmt zur Kenntnis, dass der Neubau nun doch um ein paar Milliönchen teurer geworden ist. Aber insgesamt überwiegt die Freude darüber, dass dieses Projekt endlich seinen Abschluss findet.

Klare Pluspunkte hat die Köster GmbH aus Dortmund gesammelt. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde das Unternehmen für die insgesamt recht zügige Abwicklung des Projektes ausdrücklich gelobt.

Und hinter den Kulissen sprach man die Empfehlung aus, dass man sich diesen Firmennamen für weitere Projekte in der Stadt doch merken sollte. Nicht uninteressant ist die Tatsache, dass Stadtwerke und Kommitt mit eigenen Anlaufstellen im neuen Rathaus vertreten sein werden. Das macht durchaus Sinn, denn kurze Wege für den Kunden, also den Bürger, sind servicefreundlich. Der Neubau mitsamt neuer Kantine wird das Stadtbild beleben. Die Mitarbeiter der Verwaltung können sich wieder in der Innenstadt tummeln. Und dies wird auch die Geschäftsleute freuen, die seit dem Rathaus-Neubau Umsatzrückgänge zu beklagen hatten, weil ein großer Teil der Verwaltungsbelegschaft in Außenstellen tätig war - und nicht in der City.

Verwaltung und Politik haben sich für ein neues Rathaus entschieden: Das hat baulich längst Konturen angenommen. In Erinnerung bleiben die jahrzehntelangen Grundsatz-debatten. Der alte Ärger ist verflogen, vergessen ist er nicht.

norbert.kleeberg@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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