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Ratingen
Neues Rathaus kommt

Ratingen. Hinter den Kulissen laufen die Verhandlungen mit den Bewerbern auf Hochtouren. Nun geht es um den konkreten Preis. Ende August soll der Rat entscheiden. Von Norbert Kleeberg

Es sind ganz entscheidende Monate für Bürgermeister Klaus Konrad Pesch und sein Team. In absehbarer Zeit wird sich klären, wer das Rathaus-Projekt in Angriff nehmen wird. Die Verhandlungen mit den potenziellen Bewerbern laufen, der Verwaltungschef betonte gegenüber der RP, dass man insgesamt auf einem sehr guten Weg sei.

Pesch weiß durchaus um die Zweifler in der Stadt, die nicht mehr an einen Projektabschluss glauben. Er ist aber sicher, dass "wir einen geeigneten Kandidaten finden werden". Namen kann er allein schon aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht nennen. Er kann aber sagen, wie es weiter geht: In einer nächsten Gesprächsrunde werden Komplett-Preise für das Großprojekt genannt, das wohl sehr deutlich über der 20-Millionen-Euro-Grenze liegen wird. Und es kann möglich sein, dass man sich noch einmal anlässlich einer weiteren Verhandlungsrunde an einen Tisch setzen wird. Der Diplom-Kaufmann und Jurist will diese Option nicht ausschließen. Dass der Rat vor der parlamentarischen Sommerpause eine Entscheidung treffen wird, gilt als sehr unwahrscheinlich. Grund: Es gibt noch viele Details im Projekt zu besprechen. Die Arbeit ist intensiv: Die Vorstellungsrunden der Firmen zogen sich über mehrere Tage.

Pesch hat einen festen Termin bereits im Blick: Am 30. August sollte der Rat einen großen Haken hinter das Projekt machen. Baustart könnte dann noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung wäre - wie bereits in einem früheren Gespräch mit der RP angedeutet - für das Ende des Jahres 2018 vorgesehen. Ursprünglich hatte man den Herbst dieses Jahres als Zeitfenster eingeplant. Doch es gab diverse Komplikationen - unter anderem beim ersten Ausschreibungsverfahren. Das Projekt stand letztlich sogar auf der Kippe. Die Debatte über einen neuen und ganz anderen Rathaus-Weg (zum Beispiel Anmietung von Räumen) wurde durch die Nachricht befeuert, dass Vodafone zu großen Teilen Ratingen verlassen wird (die RP berichtete). Doch letztlich blieb man bei der Strategie, einen Kandidaten über das sogenannte "Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb" auszuwählen.

Neben dem Rathaus-Neubau wird es demnächst eine weitere Großbaustelle geben: Der Startschuss für die Umgestaltung des Düsseldorfer Platzes naht. Im September wird sich der Aufsichtsrat der Rheinbahn noch einmal mit dem Thema befassen. Pesch geht davon aus, dass noch im Herbst die Baumaßnahme starten wird. Wie die RP bereits berichtete, wird der wohl wichtigste Verkehrsknotenpunkt der Stadt umfangreich umgebaut. Politik und Verwaltung wollen vor allem die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich verbessern, so wird es unter anderem ein modernes Glasdach geben, das in der parlamentarischen Debatte allerdings nicht unumstritten war.

Pesch geht also davon aus, dass noch in diesem Jahr auf zwei Großbaustellen die Arbeit aufgenommen wird: Rathaus und Düsseldorfer Platz. Stillstand statt Bewegung herrscht an der Ecke Kirchgasse/Turmstraße: Für diesen Bereich liegen die Vorstellungen von Stadt und Kirche noch sehr weit auseinander.

Quelle: RP
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