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Ratingen
Neujahrsläufer bleiben unter sich

Ratingen: Neujahrsläufer bleiben unter sich
Der Bambini-Lauf zum Auftakt ist immer ein echter Höhepunkt. Auch in diesem Jahr waren die Kinder wieder mit großem Engagement dabei - natürlich angefeuert von zahlreichen Unterstützern. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Rund 1500 Starter gingen beim Neujahrslauf auf die Strecke. Die Zuschauerresonanz war diesmal leider eher mau. Von Wolfgang Schneider

Udo Middendorf von der Sparkasse HRV stand nicht nur als Sponsor am Zieleinlauf des Neujahrslaufs und feuerte die Läufer fleißig an: "Neun Mitarbeiter sind heute am Start, die meisten allerdings auf den fünf Kilometern. Die sind eindeutig beliebter."

Vize-Feuerwehrchef Thomas Tremmel wurde bester Ratinger Läufer. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Das weiß Middendorf übrigens aus eigener Erfahrung, läuft er doch regelmäßig diese Distanz beim Lintorfer City-Lauf. Ansonsten fiel diesmal beim Hauptlauf vor allem das Fehlen eines Mannes auf, der in den vergangenen Jahren zum Inventar gehörte: "Hat einer Hans Kraft gesehen? Das ist das erste Mal, dass er nicht mitläuft", wunderte sich dann auch Wolfgang Diedrich, stellvertretender Bürgermeister.

Dafür sorgte ein anderer Ratinger für Furore - und das völlig entspannt und ohne eine Spur von Anstrengung im Gesicht: Thomas Tremmel, Vize-Feuerwehrchef und Marathonläufer mit einer Bestzeit von etwas über 2:30 Stunden, wurde bester Ratinger mit 33:25 Minuten. Wie viele andere auch lief er im weißen T-Shirt der Hospizbewegung Ratingen: "Diesmal werde ich nicht ganz vorne dabei sein", hatte er vorher noch gesagt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, wo er Zweiter wurde, stimmte das zwar auch, aber damals war er noch kein Ratinger. Umso größer war diesmal der Jubel für ihn.

Über 200 Bändchen verkaufte der Jugendrat. Mit dem eingenommen Geld sollen Projekte für jugendliche Flüchtlinge finanziert werden. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Der kam in diesem Jahr von deutlich weniger Zuschauern im Zieleinlauf als sonst. Ob es am Wetter lag? Dabei gab es pünktlich zum Startschuss des Hauptlaufs einen tollen Regenbogen über dem Marktplatz zu bewundern. Fleißig präsentierten sich am Rande der Veranstaltung 15 Mitglieder des Jugendrates. Sie hatten innerhalb einer Woche eine Aktion zugunsten jugendlicher Flüchtlinge auf die Beine gestellt. Jeder, der wollte, konnte für drei Euro ein Armband kaufen. Sprecherin Theresa Dietz war zufrieden mit der Resonanz: "Wir haben über 200 Bändchen verkauft. In den nächsten Wochen werden wir mit den ehrenamtlichen Helfern überlegen, was für eine Aktion mit jugendlichen Flüchtlingen wir damit finanzieren können."

Quelle: RP
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