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Ratingen. Kaum hatten wir gestern auf unserer Facebook-Seite (facebook.com/rp.ratingen) um Erfahrungen zur Museums-Kreuzung gebeten, liefen die Hinweise ein: Jeder hat dort schon heikle Situationen erlebt. Als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger. Der Polizei ist der Bereich bekannt. Gestern wurde wieder kontrolliert.

Peter Nieth, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizei, berichtete von sieben Verkehrsunfällen im Jahre 2014 und drei Unfällen im vergangenen Jahr. Rein statistisch sei das kein Unfallschwerpunkt - weil dazu mindestens drei gleichartige Crashs passiert sein müssen. Das wäre dann ein Fall für die Unfallkommission des Kreise Mettmann.

Doch die Art der Unfälle auf der Museumskreuzung seien sehr unterschiedlich, sagte Nieth. Eben alles dabei: Fehler beim Abbiegen, Stoppschildverstoß, Fußgänger auf dem Zebrastreifen übersehen. Es ist, so drückte es Nieth aus, eine doch "etwas problematische Ecke". Das zeigte auch die gestrige Kontrollaktion der Polizei: Der Beamte, der am Museum stand, musste immer warten, bis die Kollegen auf der Grabenstraße wieder eine Hand für die Kelle frei hatten. Kontrollen dieser Art sind gut und notwendig, aber können nicht dauernd gemacht werden. Die Politik ist gefragt, sich für einen Umbau einzusetzen. Nach Meinung von Nieth könnte schon eine Verlagerung der beiden Zebrastreifen ein paar Meter weiter weg von der Kreuzung für mehr Sicherheit sorgen. Denn wer jetzt von der Lintorfer Straße nach rechts oder links abbiegt und sich freut, dass er freie Fahrt hat, steht sofort vor einem Fußgängerüberweg. Auf der Kreuzung herrscht oft ziemliches Gewusel. Da fällt es Verkehrsteilnehmern schwer, alles im Blick zu behalten. Man sollte nicht warten, bis ein schwerer Unfall passiert. Vielleicht ist die Museums-Kreuzung auch mit einfachen Mittel zu entschärfen: Da sind jetzt Experten gefragt, die Politik kann "nachhelfen". Vor einer Woche wunderten wir uns dieser Stelle, dass Ratingen auf die Spezial-Steuer für sogenannte gefährliche Hunde verzichtet. Die SPD fordert nun deren Einführung nach Heiligenhauser Vorbild: Das könnte über 50.000 Euro in die Stadtkasse bringen. Dafür solle die Steuer für den Einzelhund nicht erhöht werden, wie es die Stadt vorschlägt.

Quelle: RP
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