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Heiligenhaus
Noch sind die Kleinen Feuerfalter bei Sonnenschein gut zu sehen

Heiligenhaus. "Manch einer mag meinen, dass es jetzt mit der Sichtung der Tagschmetterlinge im Herbst vorbei ist. Dem ist aber nicht so", sagt der Heiligenhauser Falterexperte Dietmar Borbe. Im Gegenteil: In Heiligenhaus findet sich eine kleine Population des Kleinen Feuerfalters.

Der Kleine Feuerfalter fällt auf durch seine leuchtend orangefarbene Oberseite. Die Ränder weisen scharf abgegrenzte schwarze Flecken auf. Bei genauem Hinsehen sind sie bei uns auch zu entdecken. "Im Kreisgebiet weist Heiligenhaus wohl immerhin den größten Bestand auf", erläutert Borbe. Dieser kleine hübsche Falter bevorzugt bei uns saure, magere Wiesen mit kurzen vegetationsarmen Flächen, die extensiv bewirtschaftet werden. Streuobstwiesen mit südexponierter Lage nimmt er da gerne an.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann belegt er bodennahe Reviere, die er gegen andere Männchen heftig verteidigt, indem er sie in einer Art Luftkampf angreift.

Die einzelnen Eier werden durch die Weibchen an der Oberseite der Blätter des Kl. Sauerampfers abgelegt. So können bald die späteren Raupen genug Nahrung zum Wachstum erhalten und sich prächtig entwickeln. Sind alle Bedingungen erfüllt, dann kann dieser hübsche Falter bis zu vier Generationen im Jahr hervorbringen. Meist fallen die Kl. Feuerfalter auf, wenn sie die Blüten von Margeriten, Mausohr und Habichtskraut aufsuchen. Jakobs-Greiskraut ist zur Zeit eine beliebte Pflanze zur Nektaraufnahme. Kommt sie nicht so häufig vor, dann werden Konkurrenten ebenfalls heftig verfolgt. Solange die Sonne jetzt scheint und die Temperaturen nicht unter 15 Grad fallen, dürften man dieses Treiben gut beobachten können.

(RP/köh)
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