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Ratingen
NRW-Verkehrsminister steht wieder in der Kritik

Ratingen. Wilhelm Droste (CDU-MdL) spricht von mangelnder Abstimmung zwischen den Behörden. Minister hält dagegen. Von Joachim Preuss

Die Dumeklemmerstadt steht seit Längerem im Dauerstau: In den Hauptverkehrszeiten, besonders am späten Nachmittag, gibt es auf dem Wilhemring kein Durchkommen, der Blyth-Valley-Ring in Richtung Lintorf ist stets dicht, auf der Mülheimer Straße geht es bis Breitscheid nur im Schrittempo, und viele Anwohner von Wohnstraßen wundern sich über fremde Kennzeichen. Einer der Gründe ist die Teilschließung der Anschlussstelle AS Ratingen Ost auf die A3. Das rief den Höseler CDU-Landtagsabgeordneten Wilhelm Droste auf den Plan. Er hatte sich Ende September an NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) gewandt. Groschek verwies in seiner Antwort auf eine "regelmäßige und intensive Abstimmung zwischen den zuständigen Behörden". Und: "Insofern kann die angespannte Verkehrssituation nicht auf fehlende Abstimmungen zurückgeführt werden."

Droste dazu: "Leider fehlt es dem Minister offenbar erneut an der nötigen Einsicht, dass die Planungen seines Hauses und des Landesbetriebs Straßen.NRW zu einem Verkehrsinfarkt vor allem zwischen Homberg, Ost und der Stadtmitte geführt haben", so Droste.

Nach Aussage des Ministers sei die Verkehrsbelastung im Bereich des Autobahnkreuzes zu Spitzenzeiten auch ohne Baustellen an der Belastungsgrenze angelangt. Diese angespannte Situation könne nur durch eine übergeordnete regionale Optimierung verbessert werden, wozu im besonderen Maße der Lückenschluss der A 44 zwischen Ratingen und Velbert zähle. Um diesen zu realisieren, so der Minister, seien umfangreiche Umbauarbeiten am Kreuzungsbauwerk A 3/A 44 in Ratingen erforderlich. Diese habe der Landesbetrieb begonnen, sie könnten aber nicht ohne Einschränkungen durchgeführt werden. "Wenn der Minister selbst die immense verkehrliche Bedeutung des Lückenschlusses im Bereich der A 44 hervorhebt, ist es umso bedauerlicher, dass gerade sein Ministerium bei diesem für die Region so wichtigen Projekt nicht im erforderlichen Maße aufs Tempo drückt", so Droste weiter.

Das Ministerium habe angekündigt, dass die Stadt ein Ingenieurbüro beauftrage, für die Ampeln neue Signalprogramme zu entwickeln. Außerdem solle am Knotenpunkt L 422 (Brachter Straße)/L 156 (Schöllersheide und Metzkausener Straße) eine Lichtsignalanlage eingerichtet werden.

Quelle: RP
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