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Ratingen
Öl trifft Holz, Stein und Bronze

Düsseldorf. Im Trinsenturm hat der Verein Galerie Kunstturm jetzt eine neue Ausstellung eröffnet, wieder mit jungen, frischen Künstlern: Stefanie Kuhl (22) arbeitet mit Ölfarben auf Leinwand, Michael Dekker (27), gelernter Landwirt, verblüfft mit massiven, aber dynamischen Plastiken. Von Gabriele Hannen

Natürlich ist der Trinsenturm, Wehrgang 1, zwölf Meter hoch und mit 90 Zentimeter dicken Mauern, eine feine Adresse für Kunst. Als altes Haus vor allem für die Arbeiten junger Kulturschaffender, die noch nicht im Kunst-Kommerz mitschwimmen. Bis zum 13. Juni sind es Michael Dekker und Stefanie Kuhl, die hier ausstellen.

Renate Fleck und Conny Zeitz, Vorsitzende und Stellvertreterin des Vereins Galerie Kunstturm, tun für vier Ausstellungen im Jahr beim jährlichen Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf die Studenten auf, denen sie noch allerhand zutrauen. Manchmal trifft man sie wieder, inzwischen arriviert.

Die 22 Jahre alte Kölnerin Stefanie Kuhl zum Beispiel hat gleich nach dem Abitur ihr Studium der Malerei in Düsseldorf begonnen und war bislang in der Klasse von Professor Markus Lüpertz. Ihre zum Teil großformatigen Bilder, immer Öl auf Leinwand, zeigen große Vielfalt – mal malt sie durchaus gegenständlich, mal sind es hingehauchte Impressionen.

Etliche Bilder in überaus kräftigen Farben hat sie nach Skizzen aus einem Argentinien-Aufenthalt gefertigt. Die Kunststudentin setzt aber nicht nur auf ihre Bilder, sie studiert auch noch Spanisch. Michael Dekker, 27 Jahre alt und aus Ludwigshafen stammend, hat nach dem Abitur erst einmal einen, wie Eltern so sagen, handfesten Beruf erlernt: Er ist staatlich geprüfter Landwirt, arbeitet in der Erwachsenenpsychiatrie im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und studiert Geographie.

Seine Arbeiten – Plastiken aus Stein und Gips, Holz und Bronze – bekommen vor dem Hintergrund seiner Entwicklung eine besondere Bedeutung. Dynamisch und kräftig, massiv, zerrissen oder geschichtet strahlen die Skulpturen große Stärke aus.

Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich allemal, kann man mit den freundlichen Mitgliedern des Kunstturm-Vereins doch auch immer noch Geschichten rund um den Turm und mitten aus ihrer Arbeit erfahren.

Quelle: RP
 
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