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Ratingen
Ost: Ausbau der Kreuzung erst später

Ratingen: Ost: Ausbau der Kreuzung erst später
Führung durch die Maschinenfabrik, dem zukünftigen Edeka-Standort, mit Sascha Stenske-Bäumer. Er hat die Hallen bereits verkauft. FOTO: a. blazy
Ratingen. Grund: Der für 2015 geplante Umbau der Kreuzung Homberger Straße/Oststraße/Fester Straße verzögert sich. Von Joachim Preuss

Ost Der Umzug von Edeka Kels über die andere Straßenseite in die alte Maschinenfabrik war schon mehrfach in Aussicht gestellt worden. Doch bislang hat sich nichts getan. Immerhin haben Politik und Stadtverwaltung die nötige Änderung des Bebauungsplanes verabschiedet. Größter Knackpunkt war - wie immer wieder berichtet - der Verkehr: Schon jetzt verstopft die Kreuzung Homberger Straße/Oststraße/Fester Straße zu Spitzenzeiten regelmäßig. Von Anfang war daher klar: Ohne aufwändigen Umbau der Kreuzung könne es keinen Umzug des beliebten Supermarktes geben, der gleichzeitig mit einer enormen Vergrößerung einher geht. Nun wurde bekannt: Der ursprünglich noch für dieses Jahr geplante Umbau der Kreuzung verzögert sich weiter. Tiefbaumatsleiter Heinz-Willi Varlemann sagte klar: "In diesem Jahr wird das sicher nichts mehr."

Die für Ost zuständige CDU-Ratsfrau Marion Weber hielt diese Zeitschiene ohnehin für "sehr sportlich". Allerdings sei der Ratsbeschluss schon im Mai 2014 gefallen und im Februar sei die Baugenehmigung für den Umbau der Maschinenfabrik erteilt worden. Doch dem Umbau mit anschließendem Umzug über die Straße könne man eben nicht losgelöst von der Ertüchtigung der Kreuzung sehen.

Auch das Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Balcke-Dürr-Gelände müsse man im Blick behalten: Dort siedeln sich immer mehr Unternehmen an, was ebenfalls stärkere Verkehre über die Homberger Straße zum Beispiel in Richtung Autobahn und auch zur City bedeutet. Weber betonte noch einmal, dass die Vergrößerung des Marktes "keine "Konkurrenz" für den Einzelhandel in der Innenstadt bedeute. Es seien vor allem Bürger aus Ost, die dort ihren Bedarf deckten. Varlemann sagte, dass man mit den Planungen für den Kreuzungsumbau "in den letzten Zügen" liege. Das Leistungsverzeichnis sei erstellt worden, damit könne man die Arbeiten nun ausschreiben. "Wir stimmen aktuell die Zeitschiene mit dem Investor ab", sagte Varlemann. Mit Blick auf die Dauer der Ausschreibung werde man ganz sicher nicht mehr in diesem Jahr beginnen. Sascha Stenske-Bäumer, Inhaber der Ratinger Maschinenfabrik GmbH, hat nach eigenen Angaben bereits vor längerer Zeit das Gelände mit den alten Hallen, die zum Teil unter Denkmalschutz stehen, an die Kels Vermögensverwaltung verkauft. In die jetzigen Supermarkträume soll der Getränkemarkt ziehen, der noch auf dem östlichen Teil der Maschinenfabrik untergebracht ist. Dort sollen nach dem Willen von Politik und Verwaltung Wohnungen sowie Gewerbeflächen entstehen. Die Planungen dafür haben zwar schon begonnen, doch Details stehen noch nicht fest. Bekanntlich wurde das Gebiet in zwei Planungsflächen aufgeteilt, nachdem die zunächst angepeilte Gesamtplanung wegen der Größe des Projektes verworfen worden war.

Der Umbau selber sei eine komplizierte Maßnahme, es werde nicht ohne Teilsperrungen gehen, so Varlemann weiter. Die Kreuzung muss in alle Richtungen ausgebaut werden, um die aktuellen und erwarteten Verkehrsströme aufnehmen zu können.

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 750 000 Euro. Die Bauausführung werde voraussichtlich drei bis vier Monate in Anspruch nehmen, so Christian Schrader vom Tiefbauamt. Es wird unter anderem für jede Straße für jede Richtung eigene Abbiegespuren geben. Auch an die Fußgänger und Radfahrer wird gedacht.

Quelle: RP
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