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Heiligenhaus
Park statt Parkplatz - Grünanlage fertig

Heiligenhaus: Park statt Parkplatz - Grünanlage fertig
In Sichtweite des wachsenden Hochschul-Neubaus ist eine weitere Grünfläche entstanden. Knapp anderthalb Hektar Fläche sind vor allem mit Blick auf ältere Nutzer gestaltet worden. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Das Areal gegenüber der alten Kiekert-Hauptverwaltung an der Kettwiger Straße hat völlig neue Formen angenommen. Von Sandra Kreilmann

Die ersten spannenden Boule-Partien hat die Boulebahn im neuen Park zwischen Panoramaradweg und Rheinlandstraße schon hinter sich - es werden noch viele weitere folgen. Die kleine Arena liegt mitten im Grünen und doch zentral, und damit schlagen die Stadtplaner gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Eigentlich war hier, auf dieser Fläche westlich der Kettwiger Straße komplett Wohnbebauung geplant. Altlasten im Boden machten diesen Plänen, zumindest auf dem hinteren Teil des Grundstücks, einen Strich durch die Rechnung. "Mit einer Mächtigkeit von bis zu sieben Metern Altlast im Boden wäre es noch unrentabler geworden, hier zu bauen", so Stadtplaner Siegfried Peterburs. Im vorderen Bereich, direkt an der Kettwiger Straße gelegen sah das noch anders aus: Hier lagen die Altlasten in ein bis drei Metern Tiefe. Sie wurden abgetragen. Übernommen hat das der eigentliche Grundstückseigner NRW.Urban. Der Oberhausener Investor Norbert Walden plant hier nun bis zu 35 Wohneinheiten in fünf freistehenden Häusern: Altengerecht, barrierefrei und energieeffizient. "Und schon jetzt die Nachfrage überwältigend", erklärt er. Doch schon bevor hier die Bagger wieder rollen, um zu bauen ist der hintere Teil des Grundstückes für die Bürger nutzbar, und das tun sie bereits fleißig. Auf rund 1,4 Hektar ist eine noch unbenannte Parkfläche entstanden, die vor allem mit Blick auf die älteren Nutzer gestaltet worden ist. An der Planung beteiligt waren so die direkten Nachbarn des Parkes, die Bewohner des Altenheims St. Josef an der Rheinlandstraße. "Der Park wird sehr gut von unseren Bewohnern angenommen. Gerade am Wochenende ist auf den Wegen hier viel los", bestätigt Heim-Chef Thomas Beuse. Seniorengerechte Sportgeräte sind im oberen Teil des Geländes, direkt am Eingang auf Höhe des St. Josef-Heims zugänglich. "Und auch die werden kräftig genutzt", sagt Beuse. "Auch jüngere Menschen können diese Geräte natürlich benutzen."

495.000 Euro hat es gekostet, das einige Jahre brachliegende Gelände fit zu machen. "Möglich wurde das nur mit der Förderung durch Bund und Länder. Ohne diese Unterstützung hätten wir das nicht stemmen können", erklärt Peterburs. 75 Prozent des Defizites wird von Bund und Land übernommen, ein Viertel übernimmt die Stadt Heiligenhaus. "Ein wichtiges Stück Innenstadt ist entstanden", so der technische Beigeordnete Harald Flügge. "Ein Serpentinen-Pfad mit einer Steigung von sechs bis sieben Prozent reicht hinunter bis zum Panoramaweg. Die Gehwege sind so verbaut, dass sie keine Stolperfallen, aber dennoch genügend Grip bieten. Auch eine Treppe ist nutzbar.

Seniorengerechte Sportgeräte sind im oberen Teil des Geländes, direkt am Eingang auf Höhe des St. Josef-Heims zugänglich. FOTO: Stadt Heiligenhaus

Viele Fußgänger nutzen den Weg auch, um vom Panoramaweg vorbei am Seniorenheim die Innenstadt zu besuchen. "Wir diskutieren derzeit, ob wir an der Rheinlandstraße eine besondere Querungsmöglichkeit einrichten", so Flügge. Der Park ist übrigens in weiten Teilen beleuchtet.

Quelle: RP
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