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Ratingen
Pesch will mehr Einzelhandel für die City

Ratingen: Pesch will mehr Einzelhandel für die City
Bürgermeister Klaus Konrad Pesch (hier auf der Bechemer Straße) hat große Pläne für Teile der Innenstadt. Doch das Erzbistum Köln, dem das Areal an der Turmstraße gehört, muss mitziehen. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der Bürgermeister hat für das Areal an der Kirchgasse und Turmstraße große Pläne. Das Erzbistum Köln plant mit. Von Norbert Kleeberg

Es gibt neben der alltäglichen Verwaltungsarbeit noch Zeit für Visionen. Und die hat Bürgermeister Klaus Konrad Pesch im Gespräch mit unserer Redaktion sehr klar umrissen. Ein zentraler Bestandteil der Innenstadt könnte neue Konturen bekommen. Dabei handelt es sich um das Areal an der Kirchgasse/Turmstraße, das man "komplett überplanen könnte", betont der Verwaltungschef.

Hintergrund ist die Überlegung, eine neue Kita seitens der Kirche zu bauen und auch andere Bereiche des Geländes völlig neu zu gestalten. Der Bereich, auf dem zurzeit noch das Parkhaus Kirchgasse steht, gehört der Stadt, das weite Areal an der Turmstraße der Kirche. Kleinteilige Lösungen schweben Pesch nicht vor. Im Gegenteil: Er will Großes entwickeln, und dazu gehört Einzelhandel auf rund 2000 Quadratmetern. "Die Innenstadt könnte an dieser Stelle einen großen Supermarkt gut gebrauchen", sagt der Diplom-Kaufmann.

Eine Schlüsselrolle nimmt eine neue Tiefgarage ein, die erhebliche Dimensionen annehmen könnte und weit über das hinausgeht, was bisher im Bereich Kirchgasse geplant war. Aus Sicht von Pesch ist klar: "Ohne entsprechende Stellplätze können wir an dieser Stelle keinen großflächigen Einzelhandel etablieren."

Gespräche mit dem Erzbistum Köln habe er bereits geführt, insgesamt befinde man sich noch in der Sondierungsphase. Klar ist auch: Das Jugendzentrum Lux soll im Herzen der Stadt bleiben. Dies war auch Tenor einer RP-Podiumsdiskussion zum Thema an der Turmstraße. Pesch setzt die Umgestaltung des Areals ausdrücklich auf seine "Agenda 2020". Er gibt sich zuversichtlich, dass man die Planungen in diesem Zeitfenster konkret vorantreiben kann. "Vieles hängt natürlich von der Kirche ab, die vor allem entscheiden muss, was aus der Kita wird."

Dass die Verwaltung den Faktor Zeit nutzen will, liegt auf der Hand. "Deshalb lassen wir das Parkhaus Kirchgasse abreißen und setzen dort einen provisorischen Parkplatz hin", sagt Pesch und ergänzt: "So haben wir die Chance, in Ruhe die Planungen für das gesamte Areal, also auch für das Gelände an der Kirchgasse, voranzutreiben." Dass das vorherige Projekt mit relativ kleinflächigem Einzelhandel an dieser Stelle gescheitert ist, verbucht Pesch unter der Rubrik "Erfahrungswert". Er ist der Überzeugung, dass man in diesem Bereich auch in Sachen Einzelhandel etwas Ordentliches hinbekommen kann. Pesch: "So sieht es auch Interboden-Chef Reiner Götzen, mit dem ich mich ausgetauscht habe." Das Ratinger Unternehmen hatte das Bauprojekt an der Kirchgasse (Wohnen und Einzelhandel) entwickelt, das letztlich scheiterte. CDU-Fraktionsvize Gerold Fahr: "Der Fehler war wohl, dass immer nur im Kleinen geplant wurde."

Quelle: RP
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