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Ratingen
Politik fordert mehr Geld für Ogata-Betreuer

Ratingen: Politik fordert mehr Geld für Ogata-Betreuer
FOTO: Blazy, Achim (abz)
Ratingen. Für Joachim Galinke, stellvertretetender SPD-Fraktionschef und Schulexperte, ist es die wichtigste Entscheidung im kommenden Haupt- und Finanzausschuss: Die Genossen fordern, nach mehreren Jahren des Stillstandes endlich die Entgelte für die Betreuer in den Offenen Ganztagsschulen (Ogata) zu erhöhen. Es geht um 1,5 Prozent, die aber, so Galinke für die Stadt kostenneutral wären: Die Zahl der Kinder sinke nämlich.

Gerd Steinhausen vom Verein der Freunde und Förderer der Gebrüder-Grimm-Schule, hat an den Schulausschuss einen Brandbrief geschrieben: "Die Stadt Ratingen hat in 2015 eine Erhöhung der Landeszuschüsse von 3 Prozent bekommen und die Elternbeiträge um 14 Prozent angehoben. Davon ist nichts an die Maßnahmenträger weitergeleitet worden. Andere Städte leisten wesentlich mehr, trotz Nothaushalt. Um die Leistungen der Stadt Ratingen zu würdigen, wäre eine Aussage über die städtischen Zuschüsse interessant ( vor allen Dingen nach Erhöhung der Elternbeiträge und des Landeszuschusses in 2015). Sowohl gesamt als auch je Kind."

Das Land NRW zahlt pro Jahr und Betreuungsplatz 700 Euro, bei Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf doppelt so viel. Darüber hinaus weist das Land den Offenen Ganztagsschulen auch Lehrerstellen zu. Für einen Lehrerstellenanteil von 0,1 Stelle je Schüler überweist das Land einen festen Betrag von 235 Euro. Die meisten Kommunen tauschen Lehrerstellenanteile in Geld. Durch die "Kapitalisierung von Lehrerstellen" summiert sich der Landesanteil auf 935.

Die Städte müssen mindestens 410 Euro pro Betreuungsplatz beisteuern. Dieser Betrag kann durch Elternbeiträge teilweise wieder eingenommen werden.

Der Höchstsatz für den Elternbeitrag, der nach Einkommen gestaffelt ist, liegt bei 150 Euro. Darüber hinaus finanzieren viele Städte die OGS-Plätze mit freiwilligen Zahlungen, wie in Ratingen. Die Stadt Mülheim zahlt nach beispielsweise im Schuljahr 2015/2015 2.400 Euro pro Platz, die Stadt Duisburg vor dem Hintergrund der mehr als miserablen Kassenlage 0 Euro.

(JoPr)
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