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Postskriptum Die Woche In Der Stadt
Politik und Stadt legen den Sumpf trocken

Ratingen. Die Überflutungen in Lintorf beschäftigen jetzt den Bezirksausschuss Lintorf/Breitscheid. Ein Drei-Punkte-Programm wurde beschlossen. Dafür ist es auch höchste Zeit.

Seitdem in Lintorf im Bereich An den Dieken/Brandsheide leere Flächen bebaut wurden, bekommen Anwohner nasse Füße. Bekanntlich braucht man in weiten Teilen von Lintorf nur den Spaten in den Boden zu stecken, um auf Wasser zu stoßen. Grundwasser oder Oberflächenwasser - den Betroffenen ist das mehr oder weniger egal. Sie fordern zu Recht Abhilfe. Wer auch immer die Schuld trägt - falls man überhaupt von einem Verschulden sprechen kann. Das macht die Lage nicht einfacher. Besonders nicht für die Stadt, die in solchen Fällen immer gefordert ist.

Kleiner Rückblick: Anfang 2012 stand das Bauland im Bereich An den Dieken/Duisburger Straße fast meterhoch unter Wasser, kaum dass Straßen auf etwas höherem Niveau als die Umgebung angelegt worden waren. Hätte man doch mal die Anwohner gefragt und sich den Untergrund etwas besser angesehen. Fürs Tiefbauamt war seinerzeit mehr oder weniger klar: Es handele sich "bei bekannt hohem Grundwasserstand um Oberflächenwasser, das topografisch bedingt" auf ein Nachbargrundstück gelaufen sei. Der Investor wurde gebeten, Abhilfe zu schaffen.

Inzwischen ist, nachdem längere Zeit die Pumpen liefen, alles bebaut. Doch seit Herbst gibt es eine neue Seenlandschaft: Der Garten der Familie Steingen, die an der Brandsheide wohnt, stehen unter Wasser. Auch danach hieß es zunächst bei der Stadt, man könne nicht helfen, schickte aber nach unserem Bericht dann doch die Pumpenmannschaft los. Doch der Wasserdruck aufs 60 Jahre alte Gebäude bleibt, man befürchtet bleibende Schäden.

Im Bezirksausschuss war das nun ein Thema. Man einigte sich auf ein Drei-Punkte-Programm: Die Betroffenen werden von der Verwaltung unterstützt, parallel dazu beauftragt die Verwaltung einen Gutachter mit der Erforschung der Ursachen. "Im Herbst könnte dann über nachhaltige Maßnahmen und Lösungskonzepte beraten werden", so die CDU. Wir sind gespannt.

Quelle: RP
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