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Heiligenhaus
Politik will Brücken-Vollsperrung verzögern

Heiligenhaus. Die Stadt fordert in einer Resolution, den Lückenschluss der A 44 abwarten.

Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig für eine Resolution gestimmt. Sie beschäftigt sich mit der Zukunft der Brücke über die Kalkbahn in Hofermühle beschäftigt- und mit der Verkehrsführung während des von Starßen.NRW geplanten Neubaus an gleicher Stelle.

Die Resolution soll an die Landesbehörde und an das Landes-Bauministerium gehen. Zuvor muss sie noch in der Ratssitzung Anfang Juli verabschiedet werden. Der Landesbetrieb Straßenbau hat nach Prüfung des Brückenbauwerks der L 156 über die DB-Strecke der Werksbahn Wülfrather Kalksteinwerke dargestellt, dass sich der Gesamtzustand des Bauwerks weiter verschlechtert hat, so dass kurzfristig ein Ersatzbau errichtet werden muss. Die Brücke wird zwischenzeitlich jährlich geprüft. Bei einer Zustandsnote von 3,9 kann eine weitere Verschlechterung eine komplette Sperrung der Brücke bedeuten. Um das vollständige Versagen der Brücke herauszuzögern wurde die Brücke in ihrer befahrbaren Breite eingeschränkt, so dass keine Begegnung von Autos auf der Brücke mehr möglich ist. Die Verkehrsregelung erfolgt über eine Baustellenampel, die Geschwindigkeit ist auf Tempo 30 beschränkt.

Der Landesbetrieb plant nun einen Ersatzneubau in gleicher Lage. Fahrbahn und Gehweg sollen dabei auf 8 m bzw. 2,50 m verbreitert werden. Zur Umsetzung der Maßnahme wurden Varianten der Verkehrsführung mit möglichen Umfahrungsstrecken geprüft, die vorläufig zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die Brücke bei einjähriger Vollsperrung erneuert werden soll.

Aus Sicht der Stadt Heiligenhaus jedoch sollte das Bauwerk, dessen Sanierungsstau seit Jahrzehnten bekannt ist, möglichst bis zur geplanten Fertigstellung des Lückenschlusses der A 44 unterhalten werden, um die gravierenden Auswirkungen einer Vollsperrung auf die Erschließung von Heiligenhaus in Richtung Landeshauptstadt Düsseldorf, Kreisstadt Mettmann und die Ortslage Hofermühle inklusive der Buslinie 771 zu minimieren. Wenn dazu eine Abstufung der Brückenlast oder eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit nötig ist, sollten diese Maßnahmen ergriffen werden - analog zur Rheinbrücke Leverkusen. Weiterhin wäre es aus Sicht der Stadt Heiligenhaus wünschenswert, wenn die weiteren anstehenden Maßnahmen - Sanierung der Angerquerung der L 156 und weiterer Ausbau zum Lückenschluss des Euroga-Radwegs bis zur Hofermühle - nicht noch zusätzliche längere Vollsperrungen der L 156 verursachen würden, sondern mit der Brückenbaumaßnahme vertaktet werden.

Die Resolution geht jetzt an den Landesbetrieb und die Landespolitiker.

Quelle: RP
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