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Ratingen
Politik will Müll-Probleme endlich lösen

Ratingen: Politik will Müll-Probleme endlich lösen
So sah es nur wenige Stunden nach dem Dreck-weg-Tag aus. FOTO: Frank Leukers
Ratingen. Abfall und Unrat liegen in der Stadt herum: Die Bürger Union verlangt von der Verwaltung entschlossenes Handeln. Von Norbert Kleeberg

Die Diskussion über die zahlreichen Müllecken in der Stadt, die von der RP angestoßen wurde, geht weiter - und ruft die Politik auf den Plan.

Nun hat sich die Bürger Union (BU) zu Wort gemeldet: Seit vielen Monaten sei die permanente Vermüllung auf den Flächen rund um die Container an der ehemaligen Busschleife an der Brandenburger Straße/Breslauer Straße in Ratingen West ein großes Problem. Während die Container intervallmäßig geleert würden, gebe es offensichtlich keine periodische Reinigung der Flächen rund um die Container. Dort würden aber ständig Müll aller Art, gewerblicher Müll, Papier und Kartons, Textilien, Farbtöpfe und Hausmüll abgeladen.

Nach wiederholten Beschwerden der Anwohner beim Ordnungsamt wird dieser Unrat gelegentlich einmal abgefahren, aber nach nur wenigen Tagen liegt dann neuer Müll zwischen und auch vor den Containern.

Da das Ordnungsamt nach eigener Auskunft keine Möglichkeit sieht zu verhindern, dass dort wild Abfall abgeladen wird, muss eine kontinuierliche Reinigung dieser Flächen sichergestellt werden, da auch Lebensmittel und -verpackungen dort entsorgt werden, "an denen sich Ratten gütlich tun, wie die Anwohner berichten", so die BU.

Mit Blick auf die Beseitigung dieses Missstandes hat die BU nun diesen Antrag formuliert: Die Verwaltung stellt sicher, dass dieser unhaltbare Zustand beendet und die Reinigung der Flächen um die Entsorgungscontainer an der ehemaligen Busschleife Breslauer-/Brandenburger Straße in wöchentlichem Turnus vorgenommen wird.

Es gibt insgesamt viel zu tun, wie ein Rundgang der RP bewies: Vor allem in der Innenstadt tauchen viele Müllecken auf, so an der Poststraße. Dort lag neben Containern ein Müllberg, der immer größer wurde. Unbekannte hatten den Ort als unerlaubten Ablageplatz benutzt. Schlimm ist auch die Situation auf dem abgesperrten Gelände der ehemaligen Stern-Apotheke auf der Bechemer Straße: Ausrangierte Bierfässer und alte Stühle liegen dort herum. Die Stadt betont, dass Bürger Müllecken bei den Kommunalen Diensten melden können. "Wir versuchen dann so schnell wie möglich, dieses Problem zu lösen", erklärt Kämmerer Martin Gentzsch.

Was bei diesen Dreck-weg-Tagen, die es zum Beispiel auch in Homberg gibt, gefunden wird, ist schon erstaunlich: Über manche Entdeckungen kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln. So wurden zum Beispiel ein Waschbecken und eine Toilettenschüssel sorglos entsorgt. "Mir ist absolut unklar, wieso Menschen so etwas in der Natur entsorgen. In Ratingen kann man das kostenlos abgeben", sagt Manfred Fiene, der frühere Leiter des Amtes für Kommunale Dienste: "Mich ärgert so etwas unglaublich, weil wir uns sehr bemühen, unsere Stadt sauber zu halten."

Große Glasscheiben, Lattenroste, Plakatwände, aber vor allem Glasflaschen in Hülle und Fülle sammeln die freiwilligen Helfer, die sich an den Dreck-weg-Tagen beteiligen.

Wichtige Ziele sind vor allem der Ehrenfriedhof, der Stadtgraben und das Gelände rund um den Dicken Turm.

Quelle: RP
 
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