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Ratingen
Politiker: City hat keinen Toilettennotstand

Ratingen. Der Streit um die geplante Schließung der Toilettenanlage am Marktplatz geht in die nächste Runde. Während die Bürger Union (BU) von einer "grundfalschen Entscheidung" spricht (die RP berichtete), verteidigen CDU und SPD ihr Votum. Zusammen mit den Grünen hatte man das Aus der maroden Anlage zum Jahresende beschlossen. Gerold Fahr, Fraktionsvize der Christdemokraten, betonte, dass es in der Innenstadt zahlreiche Anlaufstellen gebe, die sich an der Aktion "Nette Toilette" beteiligen werden - neben Gaststätten unter anderem auch das Museum Ratingen und das Medienzentrum. Von Norbert Kleeberg

Es komme in den nächsten Wochen vor allem darauf an, dieses breite Angebot "in der Bevölkerung bekannt zu machen", betonte Fahr. Mit Hilfe der Aktion können Bürger kostenfrei WC-Anlagen nutzen. Dafür bekommen beteiligte Gaststätten (als Beispiel) eine Aufwandspauschale, die sich aus Mitteln des städtischen Haushaltes speist. SPD-Fraktionschef Christian Wiglow hielt die Aufregung um das Thema für "künstlich und herbeigeredet". Mit der "Netten Toilette" werde in Ratingen das Angebot noch zusätzlich über den Bestand hinaus ausgeweitet. "Weitere Gastronomen stehen auch bereit, wenn das Modell nun endlich auch umgesetzt wird", so der Politiker.

Hinzu kämen die vorhandenen öffentlich zugänglichen Toiletten wie auch die barrierefreie Edelstahltoilette auf der Minoritenstraße. Der Bürger Union müsse klar sein, dass "es mit 40.000 bis 50.000 Euro niemals getan ist, die Katakomben unter dem Marktplatz in einen ansatzweise vertretbaren Zustand zu verwandeln".

FDP-Fraktionschefin Hannelore Hanning betonte, dass sie von Beginn der Diskussion an für die öffentliche Toilettenanlage eingetreten sei und die Auffassung vertreten habe, dass diese auf keinen Fall aufgegeben werden sollte. Hanning erklärte: "Mit geringem Aufwand hätte man hier eine ansprechende und saubere Lösung finden können."

Quelle: RP
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