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Heiligenhaus
Polizei gibt Tipps für mehr Sicherheit

Heiligenhaus. Die Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine hat einen Informationsstand organisiert - vor allem für Senioren. Von Sandra Kreilmann

Es ist Monatsanfang. Nicht selten die Zeit, in der verstärkt Rentner mit viel Geld aus der Sparkasse kommen. Sie holen sich ihre Rente vom Konto und heben es bei sich zuhause auf. "Ein Fehler", findet Angelika Binkowski-Nimmert, "aufgrund mehrerer möglicher Szenarien."

Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Heiligenhauser Bürgervereine hat einen Informationsstand auf dem Mansfieldplatz vor der Kreissparkasse Düsseldorf organisiert, auf dem sie zusammen mit dem Polizeibeamten Heinz Keller vor Trickbetrügern warnte. "Eigentlich müssen sich dabei nicht nur Senioren angesprochen fühlen", sagt sie. "Dass man zum Beispiel auf seine Handtasche, in der die Geldbörse liegt, aufpassen sollte, daran muss man auch schon jüngere Menschen manchmal erinnern." Doch es sind vor allem die Senioren, die im Fokus der Betrüger stehen. Sie haben die ahnungslosen Rentner im Visier, die sich ihre Rente abholen. Es müsse nicht sein, sein ganzes Geld zuhause in der Schmuckschatulle oder unter dem Kopfkissen aufzuheben. "Die Maschen der Betrüger werden immer ausgefuchster."

Und vor allem: "Das sind Fälle, die auch in Heiligenhaus passieren", betont der Polizeihauptkommissar Heinz Keller. "Sobald die Betrüger in der Wohnung stehen, hat man verloren." Der Tipp des Polizeibeamten: "Wenn geklingelt wird, möglichst nicht aufmachen, ohne zu erfragen, wer vor der Tür steht. Am besten durchs Fenster nachfragen, wer da ist. Und wenn möglich, immer die Sperrkette benutzen."

Doch auch diese Kette biete heutzutage nicht immer Schutz. In einem Falle schlüpfte einfach der Hund eines Betrügers durch die nur leicht geöffnete Tür, um den Hund einzufangen, löste der Wohnungsbesitzer die Sperrkette und schon stand der Betrüger in der Wohnung. "Es kann alle Bevölkerungsgruppen treffen. Gekippte Fenster können da eine echte Einladung sein", so Keller. Auch der Enkeltrick ist leider noch aktuell: Fremde geben sich hier als nahe Verwandte aus, die dringend Geld benötigen.

"Viele Menschen sagen: ,Mir passiert so etwas nicht', doch es passiert schneller als man denkt", sagt Binkowski-Nimmert. Mit dem Informationsstand will die Vorsitzende zusammen mit ihren Mitgliedern sensibilisieren. "Es geht darum, auch einfach mal Menschen direkt anzusprechen und sie zu warnen."

Dafür sind die Bürgervereine gute Multiplikatoren. Auf die Idee gekommen, diese Information weiter voranzutreiben, und die Kreispolizei dabei zu unterstützen, ist die umtriebige Nonnenbrucherin während der Planungen für das Nonnenbrucher Fußball-Turnier am 29. August, bei dem Bewohner der Heiligenhauser und Velberter Flüchtlingsunterkünfte gegeneinander spielen werden.

"Ich habe mir überlegt, dass wir auch was für die älteren Menschen tun müssten. Und da man aktuell wieder viel von diesen Fällen liest, hilft die direkte Ansprache sicher", sagt sie.

Ihr Wunsch ist es, dass die Bürger vorsichtiger werden. "Es muss doch nicht erst was passieren, damit man achtsamer ist."

Quelle: RP
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