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Heiligenhaus
Radeln lernen geht ganz einfach

Heiligenhaus: Radeln lernen geht ganz einfach
Hier ist der kleine Jano auf dem Weg zum Laufrad-Führerschein im Slalom auf dem Panoramaradweg unterwegs. FOTO: D. Janicki
Heiligenhaus. Für 120 Kita-Kinder gab es am Montag einen Laufrad-Parcours auf dem Panoramaradweg – zum Geburtstag der Draisine. Von Henry Kreilmann

Jette, Lukas, Leonie, Tristan und Paul sind hoch konzentriert. Jetzt gehört ein Abschnitt des Panoramaradweges nur ihnen. Auf dem Kinderlaufrad und - natürlich - mit dem schützenden Helm auf dem Kopf sind sie auf dem Weg zu ihrem ersten Führerschein - den Laufradführerschein. Auf einer Strecke von etwa 20 Metern sind die Kindergartenkinderkinder auf einem Parcours unterwegs: An drei Stationen müssen sie sechs Prüfungen bestehen.

Eine kleine Strecke etwas schneller fahren, dann auf ein Warnsignal hin anhalten, anschließend einen Slalom um Verkehrshütchen und zum Schluss des Hindernisfahrens noch richtig einparken. Die letzte Station ist nach dem Praxis-Test dann noch mal etwas schwieriger: In einem kleinen Theorieteil müssen die Führerschein-Anwärter Polizeihauptkommissar Heinz Keller erklären, was an einer Ampel wichtig ist: "Bei Rot muss man stehen, bei Grün darf man gehen!", für den Heiligenhauser Rad-Nachwuchs ist das natürlich kein Problem.

"Tolle Aktion!", finden die Eltern. "Denn die Kinder werden bei so einer Veranstaltung ernst genommen. Und dass sie ihren Führerschein von einem echten Polizisten bekommen, das ist noch mal ein echtes Highlight." Im Rahmen des Fahrradjahres, das in der Stadt ausgerufen ist, gab es gestern als einmaliges Ereignis den Laufrad-Führerschein. Zum Geburtstags des Fahrrad-Vorgängers, der Draisine, also dem Laufrad, welche gestern vor exakt 200 Jahren von Erfinder Karl Freiherr von Drais erstmals zu einer Ausfahrt ausgeführt wurde, begaben sich gestern mehr als 120 Heiligenhauser Kinder auf dessen Spuren.

"Die Idee dazu wurde vom Fahrradbeauftragen Andreas Piorek und dem Stadtmarketingkoordinator André Saar an mich heran getragen, so dass ich dann auf die Kindergärten zugegangen bin - und die Idee kam gut an", erzählt Jugendamtsmitarbeiterin Lou Anke Carlin, die für die Kindertagesstättenfachberatung verantwortlich ist und die Veranstaltung organisiert hat. Gemeinsam mit dem Stadtmarketing, sowie dem DRK, sorgten zahlreiche Helfer für ein auf die Kindergartenkinder zugeschnittenes Programm, mit Malaktion und leckeren Waffeln. "Als Helfer sind zum Beispiel Mitarbeiterinnen aus den Kindergärten dabei."

Damit die Kinder auch wirklich in Ruhe ihre Prüfungen absolvieren konnten wurde der Panoramaradweg für zwei Stunden ab der Waggonbrücke bis zur Ziegelstraße gesperrt, auch an den Sperrungen mussten Helfer eingesetzt werden, denn man kennt die üblichen "Papenheimer" schon: "Wenn wir niemanden an den Sperrungen postieren, werden die Baken von den Radfahrern einfach beiseitegeschoben", weiß Carlin. Sie wünscht sich, "dass die Kinder nicht nur Spaß an der Sache hatten, sondern auch ein Stückweit sicherer auf ihren Laufrädern unterwegs sind."

André Saar fügt an: "Laufräder sind viel sinnvoller um die Kinder an das Radfahren heranzuführen, als Fahrräder mit Stützrädern, wie ich sie noch hatte." Experten bestätigen, dass Kinder auf Laufrädern besser lernen, die Balance zu halten und sich nicht auf Stützräder zu verlassen.

Quelle: RP
 
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