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Ratingen
Rätsel nach Unfalltod eines Velberters

Ratingen. Ein Eintrag bei Facebook hat in den vergangenen Tagen für Aufruhr gesorgt. Von einem Autounfall in der serbischen Hauptstadt Belgrad ist darin die Rede. Mehrfach wurde der Beitrag in lokale Gruppen gepostet. Auf einem Foto ist ein dunkler, verbeulter Wagen zu sehen, der quer auf einer Straße steht. Auf einem weiteren ein Nummernschild mit dem Kfz-Kennzeichen "ME", das auf der Straße liegt. "Die suchen Angehörige der Familie, weil die Unfallbeteiligten sich im Krankenhaus befinden", erklärt der Verfasser und bittet die Facebook-Nutzer, den Beitrag zu teilen. Von Tanja Karrasch

Die Polizei Mettmann hat auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt, dass es den Unfall in Belgrad gegeben hat. Dieser sei vor zehn Tagen, am 5. August, passiert. Der Fahrzeugführer sei dabei noch vor Ort verstorben. "Die Angehörigen im Kreis konnten von den Kollegen bereits informiert werden", berichtet eine Sprecherin. Darüber, wie es zu dem Unfall kam und wie viele Personen im Auto saßen, gibt es keine Auskunft. Es sei aber eine Familie aus Velbert gewesen.

Die Suche nach den Angehörigen in Deutschland führte allerdings nicht durch den Aufruf auf Facebook zum Erfolg, sondern durch polizeiliche Ermittlungen. In solchen Fällen arbeitet die Polizei im Kreis mit den Behörden aus anderen Ländern zusammen und kann anhand des Kennzeichens schnell den Fahrzeughalter und dessen Anschrift ausfindig machen.

Derlei private Suchen in den sozialen Netzwerken seien nicht unproblematisch, da das Veröffentlichte nicht immer der Wahrheit entspricht, so die Sprecherin. "Bei Fahndungsaufrufen der Polizei hingegen kann Facebook häufig hilfreich sein, da sich die Fahndungsbilder dort schnell verbreiten und dann Hinweise eingehen."

Quelle: RP
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