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Heiligenhaus
Rätselraten um Wohnheim auf dem Campus

Heiligenhaus: Rätselraten um Wohnheim auf dem Campus
Das Hauptgebäude der künftigen Hochschule steht. Ob darüber hinaus in unmittelbarer Nähe noch ein Studentenwohnheim entstehen kann, bleibt trotz ausgiebiger Vorüberlegungen vorerst offen. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Auf dem Campus ist Platz, aber das Verfahren zieht sich in die Länge. Jetzt hat der Verwaltungsrat des zuständigen Akademischen Förderungswerks in Bochum das Wort. Das Gremium tagt am 2. November. Von Paul Köhnes

Eine stattliche Schar akademischer Prominenz ist Ende nächster Woche auf dem provisorischen Campus am Höseler Platz zu erwarten. Zum vierten Mal lädt der Campus Velbert/Heiligenhaus (CVH) für Freitag, 28. Oktober, zur Absolventenfeier ein. Neben 22 Bachelorabsolventen der Mechatronik und Informationstechnologie werden in diesem Jahr auch fünf Masterabsolventen ihre Abschlusszeugnisse empfangen. Der Master Mechatronik und Informationstechnologie wurde 2013 am CVH eingeführt, nachdem im selben Jahr die ersten Bachelorabsolventen verabschiedet wurden.

Für Standortsprecher Prof. Dr.-Ing. Christian Weidauer, Hochschulpräsident Prof. Dr. Jürgen Bock, den Velberter Bürgermeister Dirk Lukrafka, Schlüsselregion-Geschäftsführer Dr. Thorsten Enge und Studentenvertreter David Middrup dürfte es die letzte gemeinsame Runde im räumlichen Provisorium am Höseler Platz werden. Am neuen Standort an der Westfalenstraße sind die Arbeiten am Hochschulgebäude auf der Zielgeraden. Was aber offenbar nicht heißt, dass bereits alles gebaut wäre, was künftig zur Dependance der Hochschule Bochum gehören soll. So ist nach wie vor nichts zu sehen, was auf den Bau eines neuen Studentenwohnheims schließen ließe. Ein Umstand, den Büchermeister Heinisch im Gespräch mit unserer Redaktion bereits Mitte August so kommentierte: "Der Wille des zuständigen Studierendenwerks ist da, für das Wohnheim und sogar auch noch für einen eigenen Kindergarten. Umso mehr ärgere ich mich, dass das Land Nordrhein-Westfalen mit seinen verschiedenen Behörden seit Jahren nicht zum Ziel kommt. Eigentlich geht es nur darum, das benötigte Grundstück von einer Landesbehörde an eine andere zu veräußern. Hier stellt man sich offenbar mit immer neuen Ausschreibungsregeln ständig selbst ein Bein." Trotz möglicherweise gestelltem Bein ist das zuständige Akademische Förderungswerk (Akafö) in Bochum inzwischen offenbar einen großen Schritt vorangekommen. Auch wenn dessen Sprecher Peter van Dyk Konkretes auf Anfrage weder bestätigt noch dementiert: "Wir sind nach wie vor hochinteressiert, diesen Service des geförderten Wohnraums zu bieten, aber noch ist nichts spruchreif." Der nächste Termin, den van Dyk in der Sache im Kalender stehen hat, ist Mittwoch, 2. November. "Dann tagt der Verwaltungsrat des Akafö." Bis dahin könne auch nicht gesagt werden, ob und wie viele Plätze in einem Studentenwohnheim zu realisieren wären - und was dies kosten würde. So richtet sich nach van Dyks Worten das Interesse des Akafö auch "nach der Wirtschaftlichkeit". Die Stadt Heiligenhaus spielt nach Auskunft von Wirtschaftsförderer Peter Parnow im Verfahren nur eine Nebenrolle: "Eine vertragliche Vereinbarung bindet die Kommune in die Flächenentwicklung auf dem Kiekert-Areal ein." Insofern ist Heinischs Verweis auf das Grundstücksgeschäft zwischen zwei Landesbehörden pikant. Das Kiekert-Areal gehört bereits dem Treuhandfonds NRW.urban.

Quelle: RP
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