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Ratingen
Rassekatzen sind ein Fall für Fans und Experten

Ratingen. Haarige Aussichten für die Besucher der Rassekatzenmesse: Am Wochenende zeigten Hobbyzüchter aus dem In- und Ausland rund 200 verschiedene Rassekatzen. Von Tiger bis Schmusekatze war alles dabei. Von Julia Hirt

"Wir wollen Interesse am Hobby Katze wecken und unsere Mitglieder für ihre Zuchterfolge auszeichnen", sagt Dietmar Sagurski, 1. Vorsitzender des Deutschen Edelkatzenzüchter-Verbands (DEKZV).

Anhand eines 100-Punkte-Systems bewertet ein internationales Richterkollegium optische Standards wie Nasenform oder Felllänge. Sagurski verrät: "Manche Katze schmeichelt sich so gekonnt ein, dass sie auch damit punkten kann." Rund um die Gänge mit Katzenkäfigen haben es sich die Aussteller mit Picknickstühlen und Nahrung bequem gemacht und warten auf ihren Aufruf. Viele sind aus Holland angereist, darunter auch das Ehepaar Ton und Hennie Prins. "Wir stellen schon seit 40 Jahren aus. In erster Linie zählt für uns die Gesellschaft." Auch Mona Mostard ist Niederländerin und mit Freude dabei "Die Katzen sind wie meine Kinder. Letztes Jahr hat meine Main-Coone Katze den ersten Platz gewonnen." Die Main-Coone Katze ist mit bis zu 1,20 m und 12 kg die größte, aber gemütliche Vertreterin.

Ulrich Aymar ist mit seiner Abessinierkatze aus Stuttgart gekommen und hofft auf Punkte, um Champion zu werden. "Der Austausch mit anderen Züchtern ist mir wichtig. Außerdem wohnen Freunde hier in der Nähe und da war ich eh gerade zu Besuch." Neben ihm tummelt sich Besucher Reinhard Stresing mit seiner Frau, "Es ist ein Zeitvertreib. Außerdem haben wir selbst ein Katze und waren neugierig welche Unterschiede es gibt."

Aussehen und Charakter der Rassekatzen sind so unterschiedlich wie ihre Besitzer. Gabriele Graap setzt mit Leopardenoutfit und Tischdecke ein klares Bekenntnis zu ihren Bengalen, "Wir haben auch Perser und der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Gegen die Bengalen sind die Perser wie Schlaftabletten." Auch die Pflege sei wesentlich leichter "Die Perser müssen gebadet und gepudert werden, bei den Bengalen reicht ein Lederlappen."

Karin und Kurt Beinsen hingegen haben sich bewusst für die Züchtung von Russisch blau entschieden, "Sie sind schlicht, elegant, unaufdringlich und gehe eine nahezu symbiotische Beziehung mit ihrer Bezugsperson ein" ,so Karin Beinsen, "Wenn ich mal gestresst von der Arbeit komme, merkt sie das sofort und hält sich zurück."

Quelle: RP
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