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Ratingen
Rat entscheidet morgen über Notplan für Flüchtlinge

Ratingen. Bürgermeister Klaus Konrad Pesch im RP-Gespräch. Von Norbert Kleeberg

Abwarten? Geht nicht! Vor dem großen Flüchtlingsgipfel am 24. September müssen Stadt und Politik längst weitere Schritte beschlossen haben, denn die Lage ist kritisch: Immer mehr Menschen suchen Asyl in Deutschland, die Flüchtlingsströme werden immer dichter.

Vor der morgigen Ratssitzung, die sich ab 19 Uhr an den Haupt- und Finanzausschuss im Freizeithaus West anschließt, skizziert Bürgermeister Klaus Pesch, was auf die Politiker zukommen wird: Sie werden über eine Art Notplan entscheiden müssen. Welche Immobilien und welche Wohnungen muss die Stadt anmieten? Wie viele Flüchtlinge werden in den kommenden Monaten in Ratingen erwartet? Wie sieht die langfristige Planung aus?

Peschs Kollege Rolf Steuwe hat dazu eine Vorlage erarbeitet, die der Bürgermeister am vergangenen Freitag freigegeben hat. Diese Ausarbeitung soll Grundlage für die Entscheidungen sein. Was sich laut Pesch bereits abzeichnen wird: Statt der rund 150 Menschen werden demnächst wohl 300 in der Elsa-Brandström-Schule unterkommen müssen. Wann dies passieren wird, ist unklar. "Es kann aber schon in den nächsten Tagen sein", sagt Pesch. Die Stadt wird weitere Immobilien anmieten müssen, man denkt konkret an das Gebäude an der Josef-Schappe-Straße und das ehemalige Cemex-Areal. Auch die Turnhalle an der Graf-Adolf-Straße soll Flüchtlinge aufnehmen.

Die Linie der Stadtspitze ist klar: Man will den Menschen, die in Ratingen ankommen, ein festes Dach über dem Kopf anbieten - und keine Zelte. Pesch räumt ein, dass in seinem Team eine Art Anspannung vorherrscht. Grund: Die Nachrichten überschlagen sich, quasi täglich gibt es neue Botschaften und Aufträge.

Morgen muss der Rat Entscheidungen treffen. Bis zum Flüchtlingsgipfel kann man nicht warten.

Quelle: RP
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