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Heiligenhaus
Rat gibt grünes Licht für neues Zentrum Oberilp

Heiligenhaus. Am Ende blieb es im Rat bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme zum Vorhaben "Multikulturelles Familienzentrum Oberilp". Dennoch waren die Risiken des 3,5-Millionen-Projekts noch einmal Thema. Manfred Kundt machte für die FDP klar: "Es ist nach wie vor nicht bekannt, ob wir auf den Millionenkosten sitzenbleiben, wenn wir die Fördermittel nicht wie vorgegeben verwenden können." Bürgermeister Heinisch und Kämmerer Beck zerstreuten diese Bedenken für die große Mehrheit im Rat: Zwar habe der Förderantrag im Dezember "etwas hastig" gestellt werden müssen.

Aber schon zu dieser Zeit sei klar gewesen, dass die Stadt den zehnprozentigen Eigenanteil (350.000 Euro) bei einer Fördersumme von gut 2,9 Millionen Euro werde leisten können - und auch fristgerecht planen und bauen. Warnend den Finger gehoben hatte unlängst der Immobilienservice der Stadt: Es sei "unter normalen Bedingungen" unmöglich, das Vorhaben so voranzubringen, dass keine Frist gerissen werde. Die peinlich genauen Vorgaben für den Abruf der Fördermittel, die Bauphasen und die Rechungslegung bestehen weiterhin.

"Aber wir gehen das Ganze nicht naiv an", sagte Heinisch. Sollten an irgendeiner Stelle Schwierigkeiten auftauchen, dann könne die "Förderbehörde ein Einsehen" haben und die Fördergelder anders umgeschichtet weiterreichen. Statt sie zu sperren und die Stadt auf Millionenkosten sitzenzulassen. Heinisch: "Die Risiken liegen auf den Schultern der Verwaltung. Wir empfehlen und verantworten das ganze Vorhaben."

(köh)
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