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Ratingen
Ratinger Musikpreis geht nach Bielefeld

Ratingen. Besondere Ehrung für die drei Gewinner des Ferdinand-Trimborn-Förderpreises. Von Gabriele Hannen

Mira Marie Foron aus Bielefeld, Elias Feldmann aus Herdecke und Eva Otto aus Brüggen - sie sind jeweils 14 Jahre alt und kein bisschen leise; darüber hinaus mehrfach preisgekrönt und nun platziert als die drei besten Bewerber um den Ferdinand-Trimborn-Förderpreis NRW.

Den Wettbewerb haben sie schon im September hinter sich gebracht - nun gab es die Ehrung, die Dotierung und viele freundliche Worte im Ratinger Trimborn-Saal. Und die Kultur-Offiziellen waren sicherlich nicht aus Pflichtgefühl erschienen - sie erlebten ein herrliches Konzert außergewöhnlicher Solisten.

Bürgermeister Klaus Pesch wusste die Begeisterung in Worte zu fassen. Er sprach davon, dass "man hören durfte, erleben und genießen konnte". Immerhin spielten hier junge Leute, die mit ihrem Instrument schon rund ein Jahrzehnt verbunden sind und es meisterlich beherrschen.

Die erste Siegerin des Förderpreises, Mira Marie Foron, begann mit fünf Jahren mit dem Violinspiel und war schon ein halbes Jahr später Jungstudentin in Hannover, später an der Folkwang-Universität. Sie räumte bei allen Wettbewerben von "Jugend musiziert" in ihrer Gruppe die maximale Punktzahl ab, reüssierte bei internationalen Wettbewerben und hat eine große Bühnenpräsenz - auch beim Konzert in Ratingen. Hier spielte sie, von James Maddox am Klavier begleitet, "Tzigane" von Maurice Ravel, eines der anspruchsvollsten Stücke der virtuosen Violinliteratur, und den dritten Satz des Violinkonzerts Nr. 3 D-Dur von Mozart.

Elias Feldmann hat noch früher mit dem Violinunterricht begonnen - er war erst drei Jahre alt. Bis zu den Meisterkursen und seinem Status als Jungstudent an der Musikhochschule in Köln dauerte es zwar ein paar Jahre, aber die waren auch erfüllt von manchem gewonnenen Wettbewerb - wie den regional- und Landesausscheidungen von "Jugend musiziert". Inzwischen musiziert er im Landesjugendorchester NRW. Begleitet von Inna Firsova gab er die Havanaise E-Dur von Camille Saint-Saens und beim Abschluss-Stück das Adagio.

Eva Otto, Drittplatzierte, hat natürlich auch schon früh mit der Violine begonnen. Sie begeisterte die Jury bei der Endausscheidung zum Trimborn-Förderpreis mit einem "mitreißenden Vorspiel". Auch sie war höchst erfolgreich bei "Jugend musiziert", hat ein internationales Stipendium gewonnen, im NRW-Kinderorchester gespielt und tut das jetzt im Landesjugendorchester in der Ersten Violine. In Ratingen wurde sie von Thomas Möller begleitet.

Außer den Solisten galt der Applaus auch der "Sinfonietta Ratingen" unter der Leitung von Professor Thomas Gabrisch, dem Leiter der Opernklasse der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf. Dieses Orchester hatte dem Abend einen besonderen Akzent verliehen.

Quelle: RP
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