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Ratingen
Ratingerin schreibt ihr erstes Buch über ein Königreich

Ratingen. "Bei meinem Leben" heißt Martina Raubs Werk. Von Valeska von Dolega

Die Königin lebt. Und zwar im europäischen Sasson. Dort fließen nicht Milch und Honig, dort muss die Thronerbin Constance sich mit allem, was auch unsere reale Gesellschaft kennzeichnet, auseinandersetzen. "Bei meinem Leben" ist keine zuckersüße Postille. "Gesellschaftliche Aspekte, philosophische Fragen und Terrorismus sind Themen", sagt Martina Raub.

Die 37-Jährige ist Autorin des Buchs, übrigens ihr Erstling. Nachts, am Wochenende und im Urlaub schreibt die studierte Juristin am liebsten. Die Königs-Story hat sich parallel zu zwei anderen Sujets, die sie nebenbei bearbeitete, "am besten entwickelt". Das war vor drei Jahren. Dass sie in ihrer Freizeit an einem Buch arbeitet, hat sie niemandem erzählt. "Nur meinen Eltern. Und die sind natürlich jetzt mächtig stolz." Wobei sie kurz vor der Veröffentlichung ihres Buches noch mal zögerte. "Ich hatte mich so mit den Personen angefreundet. Ich wusste nicht, ob ich die so an die Öffentlichkeit lassen wollte."

Zu schreiben ist für die Ratingerin streng genommen nichts Neues. Bereits als Gymnasiastin nahm sie an Schreibwettbewerben teil und "schaffte es jedes Mal, in die Veröffentlichungsplätze aufgenommen zu werden". Dann ließ das Jura-Studium keine Zeit, jetzt empfindet sie die Kreativarbeit als "echte Entspannung". Die meisten Szenen sieht sie quasi wie ein Film vor ihrem geistigen Auge. "Ich brauche das dann bloß noch hinzuschreiben", sagt sie. Hakt es beim Schreiben doch mal, ist der Garten der bevorzugte Lieblingsort zur Entspannung. "Dann setze ich mich ins Gras und gucke zu, wie die Katze spielt."

Wirkliche literarische Vorbilder hat sie nicht. "Von Hamlet bis Harry Potter lese ich alles." Theoretisch. Durchaus angetan ist sie von Shakespeare im Original, den Büchern des Autoren-Duos Lincoln Child, sie mag die Sachen von Dan Brown und James Rollins. Ihr eigens Buch ist übrigens keinem konkreten Genre zuzuordnen.

Ein bisschen Krimi mischt sich mit Belletristik und an mancher Stelle sollte der Leser nicht zu zart besaitet sein. "Ich musste beim Korrekturlesen heulen", gibt sie freimütig zu. Denn rund ums Thema "Terror" erzählt sie von einer Beerdigung.

"Eine Fortsetzung wird es nicht geben", sagt Martina Raub. Eher könnte sie sich etwas aus dem Themenkreis der Pharmaindustrie vorstellen. "Oder aus der Wirtschaft. Aber da könnte dann der Wiedererkennungseffekt zu hoch sein."

Quelle: RP
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