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Hösel
Raubüberfall auf Höseler Modegeschäft

Hösel: Raubüberfall auf Höseler Modegeschäft
Am Montagabend ereignete sich ein Raubüberfall auf ein Modegeschäft auf der Eggerscheidter Straße in Hösel. Die unbekannten Männer hatten die Tat offenbar gezielt geplant. FOTO: Blazy, Achim (abz)
Hösel. Die Ladeninhaberin wurde gefesselt und in einen Kellerraum gebracht, die Täter entkamen unerkannt mit der Beute. Von Norbert Kleeberg

Es geschah blitzschnell, die Täter hatten ihr Vorgehen offenbar gezielt geplant. Am Montagabend kam es - einige Minuten nach 19 Uhr - auf der Eggerscheidter Straße in Hösel zu einem bewaffneten Raubüberfall.

Was die Polizei bisher weiß: Nach dem regulären Geschäftsschluss war die 61-jährige Inhaberin noch mit Aufräum- und Inventur-Arbeiten beschäftigt. Sie wollte die Firmenräume kurzzeitig durch eine Hintertür verlassen, um Gegenstände aus einem geparkten Fahrzeug zu holen. Auf diese Gelegenheit hatten die beiden Männer wohl gewartet. Sie lauerten ihrem Opfer auf, bedrohten die Frau mit einer Schusswaffe.

Sie wurde von den beiden maskierten Tätern zurück in die Geschäftsräume gezwungen und dort gefesselt. Die Frau musste verraten, wo Bargeld und andere Wertsachen untergebracht sind, bevor sie dann in einen Kellerraum gebracht wurde. Gefesselt und eingesperrt musste sie miterleben, wie die zwei Unbekannten die noch nicht genau erfasste Beute hörbar aus dem Geschäft schafften und dann irgendwann in unbekannte Richtung verschwanden.

Erst gegen 21.35 Uhr wurden die Hilferufe der Überfallenen von der Mitarbeiterin eines Sicherheitsdienstes gehört, der das Objekt überprüfte, weil bis zu diesem Zeitpunkt die Alarmanlage des Geschäftes, entgegen sonstigen Gewohnheiten, noch nicht in Betrieb genommen worden war. Intern spricht man dabei von einer "Scharf/unscharf-Überwachung".

Die herbeigeeilte Polizei durchsuchte die Geschäftsräume im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses und konnte die Frau schließlich befreien. Da die körperlich unverletzt erscheinende Frau dennoch deutlich unter Einfluss der Ereignisse stand, wurde der Rettungsdienst für eine Erstversorgung des Opfers alarmiert. Umfang und Wert der Beute, die die Unbekannten vom durchwühlten Tatort entwendeten und abtransportierten, können bisher noch nicht genau bestimmt und beziffert werden.

Die Räuber werden vom Opfer so beschrieben: beide männlich, vermutlich Osteuropäer. Nur einer sprach und drohte während der Tat mit osteuropäischem Akzent, einer war korpulent und größer als sein schmaler Mittäter. Die Täter waren dunkel gekleidet, hatten eine schwarze Maskierung vor den Gesichtern und waren bewaffnet mit einer schwarzen Pistole.

Fahndungsmaßnahmen blieben bislang ohne Erfolg. Bisher liegen der Polizei noch keine konkreten Hinweise auf Identität, Herkunft und Verbleib der beschriebenen Straftäter vor. Umfangreiche Maßnahmen zur Spurensicherung am Tatort sowie weitere polizeiliche Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen wurden veranlasst und dauern an. Ein Strafverfahren wegen schwerem, bewaffnetem Raub und Freiheitsberaubung ist bereits eingeleitet worden.

Die Ratinger Polizei und das ermittelnde Kriminalkommissariat hoffen dringend auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung (siehe Info-Box).

Quelle: RP
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