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Ratingen
Rauchmelder retten Familie

Ratingen: Rauchmelder retten Familie
Nach Angaben der Kampagne "Rauchmelder retten Leben" verunglückten 2015 in Deutschland rund 400 Menschen durch Wohnungsbrände. FOTO: Frank Schemann
Ratingen. Dank kürzlich installierter Rauchmelder konnte sich eine dreiköpfige Familie in der Nacht zum Sonntag gegen drei Uhr rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Küchengerät hatte in einem Einfamilienhaus am Linneper Weg in Breitscheid aus unklarer Ursache Feuer gefangen. Der giftige Brandrauch zog durch das gesamte Haus.

Der Familie gelang übers Treppenhaus die Flucht ins Freie. Nach Angaben der Polizei konnte der 50-jährige Hausbesitzer den Brand sogar noch löschen. Mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung mussten der Ehemann und seine 47-jährige Ehefrau in ein Krankenhaus gebracht werden.

Aufgrund der hohen Schadstoffbelastung ist das Haus bis auf weiteres unbewohnbar geworden. Insgesamt war es für die Feuerwehr ein einsatzreiches Wochenende. Vor allem am Samstagmittag war viel los: Zunächst kam es zu einem Verkehrsunfall auf der Kaiserswerther Straße in Tiefenbroich. Dort waren zwei Rettungswagen, ein Notarzt-Einsatzfahrzeug und ein Kleineinsatzfahrzeug im Einsatz. Noch während der Maßnahmen in Tiefenbroich wurde ein Notfall an der Alten Kölner Straße in Breitscheid gemeldet.

Sicher Schlafen mit Rauchmeldern FOTO: ABUS

Die Rettungsleitstelle alarmierte hierzu einen Rettungswagen aus Velbert, da alle nähergelegenen Fahrzeuge bereits im Einsatz waren. In solchen Fällen rückt ein Feuerwehrfahrzeug als sogenannter "First Responder" aus, um die längere Anfahrt auswärtiger Rettungsmittel auszugleichen.

Die hauptberuflichen Brandbekämpfer sind ausgebildete Rettungsassistenten oder sogar Notfallsanitäter und übernahmen die Erstversorgung des Patienten. Da auch ein Notarzt benötigt wurde, flog der Rettungshubschrauber Christoph 9 aus Duisburg diese Einsatzstelle an. Die Hubschrauberlandung wurde durch Einsatzkräfte des Löschzuges Breitscheid abgesichert.

Der Notarzt und der Rettungsassistent von Christoph 9 begleiteten den Transport des Patienten im Rettungswagen und wurden anschließend auch von Einsatzkräften aus Breitscheid wieder zurück zu ihrem Hubschrauber gebracht. Zeitgleich zu diesen Einsätzen kam es zu einem Notfall in Hösel in der Straße am Peddenkamp. Hierzu wurde ein Rettungswagen aus Erkrath entsandt.

Aus Heiligenhaus wurde ein First Responder alarmiert, um auch hier die Zeit bis zum Eintreffen des Erkrather Fahrzeugs zu überbrücken. Zu diesem Einsatz wurde der Rettungshubschrauber Christoph 3 aus Köln hinzugezogen, Landung und Start wurden durch Einsatzkräfte der Löschzüge Hösel-Eggerscheidt und Lintorf abgesichert.

Parallel rückte das Kleineinsatzfahrzeug von dem Verkehrsunfall auf der Kaiserswerther Straße aus zu einem weiteren First Responder-Einsatz in der Eissporthalle.

(RP/kle)
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