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Heiligenhaus
Reise durch Heiligenhauser Geschichte

Heiligenhaus: Reise durch Heiligenhauser Geschichte
Der Geschichtsverein stellte die neueste Ausgabe von "Cis Hilinciweg" vor (von links): Rolf Watty, Hartmut Nolte, August Steinbrink, Dr. Helmut Grau, Klaus Biehler, Roswitha Eikermann und Hubert van Horrik. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Pünktlich zum Martinsmarkt erscheint die 16. Broschüre "Cis Hilinciweg" des Geschichtsvereins. Von Sandra Kreilmann

"Wenn Sie das Heft aus der Hand legen und sagen, 'Ach, so war das', dann haben wir uns wohl verstanden", heißt es im Vorwort der neuen Broschüre des Geschichtsvereins.

Wer die Reihe "Cis Hilinciweg" kennt, der weiß sofort, was der Vorstand des Geschichtsvereins mit diesen Worten meint: die Begeisterung für die Geschichte(n) der Stadt Heiligenhaus. Zehn Autoren nehmen die Leser in der aktuellen Ausgabe wieder mit auf eine Reise in die Vergangenheit und erzählen die Geschichten von Menschen, Häusern und Örtlichkeiten.

Mit der 16. Broschüre "Cis Hilinciweg", herausgegeben vom Geschichtsverein, setzt sich dabei auch eine Erfolgsgeschichte fort. In unregelmäßigen Abständen erscheint dieses Kleinod, das den Leser mit in die Vergangenheit seiner Stadt nimmt.

Die aktuelle Ausgabe dreht sich vor allem um das vergangene Jahrhundert, aber nicht nur. So geht es um den Fund des alten Kottens "Auf der Heiden". Dessen Mauerreste wurden im Rahmen der Bauarbeiten der A44 in der Nähe des Grünen Jägers gefunden. Erstmals erwähnt wurde "das Gütchen" 1604, aufgegeben wohl 1879/80. Über den Fund berichten Dr. Helmut Grau und Josef Johannes Niedworok.

Nachdem die jüngste Ausgabe im Jahr 2013 erschienen ist, liegt die neue Ausgabe mit einer Auflage von 600 Stück, pünktlich zum Martinsmarkt, bereit. Zu erwerben gibt es das Werk für fünf Euro am Stand des Stadtmarketings. Danach wird man es auch bei Witte und beim Sponsor Kreissparkasse erwerben können. "Das neue Heft ist diesmal nicht nur geheftet, sondern auch geleimt, was es stabiler macht", erklärt Rolf Watty. Eine Zeittafel zur Stadtgeschichte, zusammengestellt von Roswitha Eikermann und Rolf Watty, ist nun vorangestellt.

Es folgt der zweite Teil der Chronik über das AEG-Werk in Heiligenhaus (in dessen Gebäude heute Kiekert und temporär auch der Campus Velbert/Heiligenhaus beheimatet sind), von Diplom-Ingenieur Hasso Wenger erklärt. Der zur Veröffentlichung des Werkes die besten Grüße aus der Schweiz schickte.

Er schreibt vor allem über den Aufbau und das Wachstum nach der 1945. Der Niederrheiner Hubert van Horrik erzählt dann über seine Tante Sophia van Horrik, die 44 Jahre lang in Heiligenhaus lehrte, erst an der Volksschule, dann an der Realschule. Sie zeichnete sich durch ihre Charakterstärke aus, die ihren Neffen, der einige Jahre bei ihr lebte, noch heute beeindruckt. "Insbesondere der Nationalsozialmus stand im Widerspruch zu ihrer christlich-konservativen Geisteshaltung", schreibt er. Eine weitere Heldin ist Maria Wegstroth, die Autor Klaus Biehler "Heldin der Nazizeit" nennt. Sie hatte, unter eigener Lebensgefahr, jüdische Mitbürger sowie eine Fremdarbeiterin gerettet. 1975 heftete man ihr dafür das Bundesverdienstkreuz an.

Über den Arzt Dr. Oskar Schmidhauser (geboren 1878, gestorben 1949), der seine Praxis an der Kettwiger Straße 2 betrieb, schreibt August Steinbrink, der auch die Übersetzung eines in Heljenser Platt verfassten Aufsatzes "Ut min Schueltied" aus dem Jahre 1908 liefert.

"Kurioses aus der Archäologie" tragen Dr. Helmut Grau und Sven Polkläser zusammen, die für den LVR, das Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, das Gelände des Panoramagartena abgesucht haben.

Und was es eigentlich mit dem Haus Hefelmann auf sich hat, das dem Hefelmann-Park seinen Namen, gab, schreibt Stadtarchivar Hartmut Nolte auf.

Quelle: RP
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