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Heiligenhaus
Rettungsdienst: Kooperation startet ohne Probleme

Heiligenhaus. Bürgermeister Jan Heinisch zieht eine positive erste Bilanz über die interkommunale Zusammenarbeit mit Ratingen.

Ratingen (kr) Bedenken hatte es viele gegeben, doch nach knapp einem halben Jahr Dauer der Rettungsdienst-Kooperation zwischen Ratingen und Heiligenhaus zieht Bürgermeister Jan Heinisch ein positives Fazit: "Es läuft alles völlig geräuschlos, mir sind keinerlei Probleme bekannt. Das freut mich sehr." Zwar seien noch nicht alle Arbeiten in der Rettungswache an der Friedhofsallee abgeschlossen, doch zumindest die Aufenthaltsbereiche der Rettungsdienstler, die seit Anfang des Jahres formal zur Feuerwehr Ratingen gehören, sind hergerichtet. Doch davon scheinen die Beamten seit der Kooperation nicht so viel zu haben, so Heinisch: "Auch wenn wir noch keine Statistik vorliegen haben, habe ich subjektiv das Empfinden, dass die Einsatzzahlen des bei uns stationierten Rettungswagens deutlich in die Höhe gegangen sind."

Waren es früher in der Regel im Durchschnitt ein halbes Dutzend Einsätze in einer 24-Stunden-Schicht gewesen, habe er jetzt von Diensten gehört, in denen bis zu 15 Einsätze gefahren wurden. Das liegt daran, dass der Rettungswagen, der seit der Kooperation am Funk unter dem Rufnamen "Florian Ratingen Rtw-4" geführt wird, nun auch für die Stadtteile Hösel und Homberg der Nachbarstadt zuständig ist.

Laut Heinisch hat sich auch der Unmut der ehemaligen Heiligenhauser Beamten, die nun unter dem Dach der Nachbarstadt tätig sind, überwiegend gelegt: "Natürlich ist die Maßnahme nicht überall auf Gegenliebe bei den Kollegen gestoßen, mancher hatte und hat da Berührungsängste. Im Großen und Ganzen hat sich allerdings auch das alles gelegt." In der Praxis sehe es so aus, so der Verwaltungschef, dass die ehemaligen Heiligenhauser Rettungsdienstler und Kräfte aus Ratingen sich an den Standorten abwechseln: "Jeder kommt prinzipiell überall zum Einsatz."

Wichtig ist für Heinisch, dass es in der Bevölkerung keinen Ärger gegeben hat: "Ich bin außerhalb der Politik überhaupt nicht auf das Thema angesprochen worden. Beschwerden liegen bisher auch keine vor. Und gerade das ist ein wichtiger Punkt, über den ich mich sehr freue." Das zeigt, dass das Konzept der Feuerwehr aufgeht: Ist kein Rettungswagen greifbar, werden nämlich speziell geschulte Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr als so genannte "First Responder" zu medizinischen Notfällen entsandt.

Quelle: RP
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