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Heiligenhaus
Ruhrverband baggert Abtskücher Teich aus

Heiligenhaus: Ruhrverband baggert Abtskücher Teich aus
Der Abtskücher Stauteich dient der Naherholung und auch dem Hochwasserschutz. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Riesenaufgabe: Voraussichtlich noch in diesem Monat soll mit den Arbeiten im Naherholungsgebiet begonnen werden. Von Marita Jüngst

Der Abtskücher Stauteich ist für die Heiligenhauser ein Stück Naherholung am Stadtrand. Und dieses Idyll wird nun nach und nach saniert und soll noch ein Stück schöner werden.

Nach einer Gesamtvorlaufzeit von einem Jahrzehnt kommt die Sanierung des Abtskücher Teichs nun in Fahrt. Als nächster Schritt steht die Entschlammung des Teichs an. Zuständig dafür ist der Ruhrverband. "Wir wollen voraussichtlich noch im November damit beginnen", sagt Britta Balt, Sprecherin des Ruhrverbandes. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest.

Sicher ist jedoch: Bevor es an irgendeine Umgestaltung des Teichs gehen kann, müssen 20.000 Kubikmeter Schlamm abgesaugt und ausgebaggert werden. Der Schlamm sei übrigens "größtenteils mineralisiertes Bachgeschiebe" - also Sand und Kiesel, so die Experten.

Die weiteren Eckpunkte der Sanierung sind die Umlegung des Rinderbachs und die Bepflanzung des Teichufers. Wie das Ganze aussehen soll, hatte der Bergisch Rheinische Wasserverband im Mai dieses Jahres anhand von Planskizzen vorgestellt, nachzusehen unter "https://www.heiligenhaus.de/news/article/2016/06/22/sanierung-de-1.html". Kernpunkt des aktuellen Plans: "Der Rinderbach, der heute durch den Teich läuft, wird in den neben dem Uferweg verlaufenden Graben auf der Nordseite des Teichs umgeleitet, der hierfür ein naturnah gestaltetes Bachbett erhält."

In einem weiteren Schritt soll das Teichufer mit Bäumen, Büschen und Uferstauden bepflanzt werden. Die Pflanzen sollen den dort heimischen Tieren Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Um den Erholungssuchenden aber weiterhin auch einen Blick auf den Teich zu ermöglichen, werden Sichtlücken eingeplant. Dort finden Spaziergänger auch Bänke.

In der ehemaligen Mündung des Rinderbaches soll zudem ein breiter Schilfgürtel entstehen. Etwas vorgelagert ist eine kleine Insel im Teich vorgesehen. Danach soll auch noch der Absperrdamm des Stauteichs erhöht werden. Denn die Sanierung des Stauteichs dient auch einem verbesserten Hochwasserschutz.

Die nun anstehenden Arbeiten, das Entschlammen und Ausbaggern des Teichs, sind aufwendig. Damit jedoch verhindert der Ruhrverband, dass das Gewässer für die Zeit der Arbeiten trockengelegt werden muss.

Wie lange die komplette Sanierung dauern wird, steht noch längst nicht fest. Peter Schu, Technik-Chef des BRW, im Oktober bei einer Veranstaltung der Senioren Union auch darauf hin, dass sich die Planungen bis gegen Ende dieses Jahrzehnts hinziehen könnten, da diese Pläne von vielerlei Behörden zu prüfen und zu genehmigen sind.

Quelle: RP
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