| 14.14 Uhr

S6-Strecke
Pferd riss sich von Leine los und lief vor die S-Bahn

Ratingen. Das Pferd, das am Donnerstagabend auf der Strecke der S6 in Ratingen von einem Zug erfasst wurde und verendete, gehörte zu einem Mann, der mit zwei Pferden an den Bahngleisen wartete. Das Tier hatte sich losgerissen und war auf die Gleise gelaufen.

Der Zusammenstoß zwischen dem Pferd und dem Zug in Richtung Essen ereignete sich, wie die Bundespolizei gestern mitteilte, am Bahnübergang Hölenderweg zwischen den Stationen Ratingen-Ost und Hösel. Ein 49-jähriger Mann hatte mit zwei Pferden vor dem Bahnübergang Hölenderweg gewartet. Er hielt die Tiere an Führstricken. Eines der Pferde riss sich los, als sich die S-Bahn näherte. Das Tier konnte nicht mehr gestoppt werden und lief an der geschlossenen Halbschranke vorbei auf die Gleise.

Trotz eingeleiteter Schnellbremsung war ein Zusammenstoß nicht zu verhindern. Das Tier wurde durch den Zug am Kopf getroffen und erlag sofort seinen Verletzungen. Durch den Zusammenstoß wurde die Lok leicht beschädigt, unter anderem wurde ein Scheinwerfer zerstört, verblieb jedoch fahrbereit. Aufgrund des Unfalls kam es zu Betriebsstörungen im S-Bahnbetrieb der S6. Züge fielen aus, oder hatten größere Verspätungen. Die Höhe des Schadens ist zurzeit nicht bekannt.

"Bis auf den Scheinwerfer scheint an der Bahn nichts kaputt gegangen zu sein", schrieb ein Twitter-User aus Heiligenhaus unter sein Bild der Front der S-Bahn. Er hatte in der Bahn gesessen, die wegen des Unfalls längere Zeit auf dem Gleis stand, bis der Notfallmanager eintraf.

 

 

(JoPr)
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