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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Schadensbegrenzung beim Rathaus-Bau

Ratingen. Die Rathaus-Ausschreibung wird aus rechtlichen Gründen aufgehoben - Rat und Verwaltung stehen vor einem dicken Dilemma. Heute tagt das Stadtparlament.

Die Zahl der Spötter ist mittlerweile groß. Manche sagen: Ratingen braucht gar kein neues Rathaus. Motto: Einfach die große Baugrube dicht machen und Wohnungen und Geschäfte bauen! Basta! Andere Kritiker tönen: Die Stadtverwaltung kriegt es einfach nicht hin mit dem Projekt. Und sie fragen: Warum hat die rechtliche Begutachtung der Unterlagen der beiden am Projekt interessierten Firmen so lange gedauert?

Der Ältestenrat ist über die aktuelle Entwicklung bereits am Donnerstagabend informiert worden. Fakt ist: Stadtparlament und Stadtspitze stehen vor einem dicken Dilemma. Sie müssen die Kuh vom Eis kriegen und dabei kühlen Kopf bewahren. Es gibt drei Möglichkeiten: 1. Man kann das Ganze noch einmal ausschreiben lassen und erneut einen Generalunternehmer (GU) suchen. 2. Die Stadt trennt sich vom GU-Gedanken, zieht das Projekt komplett an sich und lässt die Gewerke einzeln ausschreiben. Diese Variante befürwortet die Bürger Union. 3. Es gibt einen Teilnahmewettbewerb mit Verhandlungsverfahren. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die beiden bereits bekannten Firmen bei vorhandenem Interesse einzubeziehen und Fehler, die bei der ersten rechtlichen Prüfung erkannt wurden, zu beheben. Bürgermeister Klaus Konrad Pesch könnte sich diese Möglichkeit gut vorstellen. Dass die Stadt eine GU-Vergabe noch einmal ausschreiben lässt, gilt als höchst unwahrscheinlich. Und es gibt nicht wenige Kritiker, die der Verwaltung das Management der Einzelgewerke (zweite Variante) einfach nicht zutrauen. Bleibt also Möglichkeit Nummer drei.

Die Fertigstellung des Projektes wird sich weiter verzögern, möglicherweise wird das neue Rathaus erst im Jahr 2018 bezugsfertig sein. Zur Erinnerung: Man hatte mal als Termin Herbst/Winter 2016 angegeben.

Jetzt muss es um Schadensbegrenzung gehen. Man kann es auch anders nennen: In dieser Situation ist konsequentes Krisenmanagement gefragt. Eine schwierige Aufgabe für Politik und Verwaltung. Spätestens im Frühjahr 2016 muss man die Weichen stellen. Sonst werden die Stimmen der Spötter immer lauter.

Quelle: RP
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